Erprobte HauSinittcl. 15K
inen Stelle des Herdes bis den Abend ziehen, wo esdann nur eine Tasse voll sein wird, die man abgießtund trinkt und so fortfährt, bis es hilft.
Es soll dies das einzige Abführungsmittel sein, welches-man, ohne ärztlichen Rat, bei Verstopfung, gebrauchen darf.
Gegen Zahnweh. Man träufle auf etwasWolle oder Watte, einen bis zwei Tropfen (nicht mehr>Chloroform, stecke dies an der leidenden Seite in dasOhr und es wird, mögen die Zahnschmerzen rheumati-scher Natur sein oder von hohlen Zähnen herrühren, fastimmer helfen. Von Dr. von Nußbaum in München.
Bei rheumatischem Zahnweh, dem sogen. Flus;an den Zähnen, wonach oft Geschwüre oder gar Fistelnentstehen, erweist es sich als sehr heilsam, wenn man mitlauwarmem Thee von Kamillen- oder Flieder-blumen den Mnnd so laiige bäht, bis Linderung ein-tritt. Hat sich nach außen Geschwulst gebildet (dickerBacken), so bestreiche man doppelt gefaltete Leinwand miteinem Stück Kampfer, bis sie recht damit durchdrungen istund lege dies auf; es kühlt und lindert und hilft bald.
Bisweilen entsteht ein sehr hartnäckiges Zahnweh, auchaus Verstopfung und da ist nichts besser, als daß mauein paar Flaschen Saidschitzer Bitterwasser trinke,selbst im Winter, wie ich selbst gethan habe, als alle andernMittel, welche man sonst gegen Verstopfung anzuwendenpflegt, sich als unzulänglich erwiesen hatten.
Als Präservativ gegen Zahnweh und zur Erhaltungder Zähne ist nicht genug zu empfehlen, sich alle Tagemit kaltem Wasser hinter den Ohren zu waschen; meinseliger Vater, der dies immer that, hatte alle seineZähne bis in's hohe Alter von 83 Jahren erhaltenund nie Zahnweh gehabt. — Auch dient es sehr znrErhaltung der Zähne, wenn man alle Tage den Mundmit Wasser ausspült, dem man etwas Ouajaktinktnr(einen Eßlöffel davon auf ^ Liter Wasser) beigesetzt hat.
Gegen Ohreuweh tauche man Baumwolle in Ei-gelb, lege solches in das leidende Ohr und feuchte die