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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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136 Vertilgung des Ungeziefers.

Seifensieder) mit gestoßenem Zucker vermischt und aufeinem flachen Teller in die Nähe des Aufenthaltes derAmeisen stellt; nach kurzer Zeit wird der Boden rings-umher mit toten Ameisen übersäet und die noch ge-sunden geflüchtet sein.

Fliegen. Man vertreibt sie am besten durchZugluft, welche sie nicht vertragen können und öffne-daher morgens, wenn möglich bei Sonnenschein, Thürenund Fenster; sehr verwerflich aber und unbegreiflich ist,,wiewohl in einem berühmten Haushaltungsbuche ange-raten, wenn man Leimruten aufstellt, woran die armen.Tiere festkleben und eines langsamen, qualvollen Todessterben; solche, überdem äußerst ekelhaste Martersäulen,kann man in den Schaufenstern erster Konditoreiensehen und angesichts derselben machen Damen ihreEinkäufe oder nehmen behaglich ein kleines Frühstück!

Als ein untrügliches Mittel gegen die Flieg eilwar mehrfach die Pflanzekieimis" empfohlen wor-den, scheint sich aber nicht bewährt zu haben, und dieFrauendorfer Blätter für Gartenkunde brachten darüber/ein komisches, sehr nettes Gedicht:

Der famose Ricinus.

Wenn die Fliege» dich genieren, mußt dn deine Wohnung zieren^Diesen Rackeru zum Verdruß, mit der Pflanze Ricinus!

Also stund's zn lcsen neulich in der Zeitung, deshalb eiligWandt' znm Gärtner ich den Fuß, wegen eines Ricinus.

Hab' auch glücklich uach zwei Stunden, einen Krauter aufgefunden,.Der zugleich Botauikus, kultivierte Riciuus.

Eifrig pries er seine Ware, als höchst selt'ne Exemplare,Mangel sei an Ucberflnfz, von so schönem Ricinus.

Solle d'rum nicht lange handeln nnd des Geizes Bahn nicht

waudelu,

Fester Preis sei Hochgenuß, bei so selt'nem Ricinus.

lind so kauft ich, kurz entschlossen, weil mich dieser Wink vei>

droffen.

Unbekümmert nm das PlnS, g'rad den ten'rsten Ricinus.