Druckschrift 
Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

gz Die Waschküche.

rhein nicht üblich, doch sollen die amerikanischen, weiletwas elastisch, besser als andere sein.

Daß alles, was zur Wäsche dienen soll, äußerstrein gehalten werden muß, versteht sich wohl von selbst.

Läßt sich iu die Waschküche eine Dachrinne ziehenund in eine große Tonne leiten, so versäume man dasja nicht, da Regenwasser unvergleichlich das beste zurWäsche ist und bei anhaltendein Regenwetter sorge manauch, daß sie nicht etwa überlaufe, sondern lasse dasWasser in die Waschfässer bringen.

Ist die Waschküche geräumig und trocken, so bewahrtman auch wohl die übrigen zum Waschen und Bügelnnötigen Sachen in verschließbarem Schranke darin:Seise, Soda, Stärke, Bläue, die drei letztern in nettenSteintöpschen mit Deckeln, Schale und Besen zum Ein-sprengen, Bügeleisen, Tollscheren, Bügeldecke u. s. w.

Wünschenswert wäre auch eine kleine Mangel mitzwei Rollen übereinander, und ein Bügelöschen, dessenEisen, wein: man das Oeschen, welches übrigens wenigverzehrt, nicht anmachen wollte, auch auf der Herd-platte heiß gemacht werden können.

Ganz kürzlich ist nun auch, f. die ZeitschriftVomFels zum Meer", zwölftes Heft 1866, noch ein Bügel-apparat aufgekommen, welcher, wie eine Pfanne aufdas Herdloch gesetzt wird und binnen 10 bis 14 Mi-nuten vier Plätteisen erhitzt; Abzugsröhren sallen natür-lich weg und das Feuer brennt sehr sparsam. Bei KarlHirsch u. Comp., Berlin >V., Leipziger Straße 2;Preis 20 Mark.

Die Wäsche selbst wird auf so verschiedene Artenbehandelt, daß ich nur ein paar der gewöhnlichsten hierangeben will und kann.

Vor allem sucht man die Wäsche aus, sortiert sie,schreibt sie genau auf und macht alle Flecken pünktlichzns, welche sonst durch das Waschen förmlich eingebranntwerden. Ist die Wäsche nicht gar zu schmutzig, so wäre:s auch wohl am besten, das Schadhafte vor dem Wa-