ZZ Das Spülen und das Reinigen in der Küche.
Dienstmädchen gern darin gelassen werden, immer gleichbeim Spülen herausnehmen zu lassen, wozu man sicheines Stopseneiseiis bedient, welches aus einem schma-len, dünnen, glatten Eisen besteht, dessen Ende haken-förmig gebogen ist.
Ein vortreffliches Mittel, angelaufene Kasserolen undschmierige Flaschen zu reinigen, ist Sägemehl, das manmit etwas warmem Wasser hinein bringt, kräftig schüt-telt und klar nachspült. Bei sehr schmutzigen Flaschenist dies zu wiederholen.
Die noch guten und festen Stopfen bewahre mansorgfältig in einem Körbchen, und wenn man sie wiederbrauchen will, so stelle man sie mit kaltem Wasser aufein rasches Feuer und lasse sie etwa zehn Minuten ko-chen, während dessen man sie mit einem kleinen Besenschlägt und unter dem Wasser hält, dasselbe dann ab-gießt, die Stopsen auf gleiche Weise noch einmal be-handelt, und sind sie nun so gut wie ueu.
Endlich ist aber beim Spülen noch eins recht sehrund ganz besonders zu berücksichtigen, nämlich daß dieDienstmädchen nicht rauh mit den Sachen umgehen, wiesie so gern thun und wodurch so viel zu Schaden kommt.Man unterrichte sie daher auch hierüber genau und seheöfters nach. S. „Zerbrechen."
Alle Wochen, und man wählt dazu gewöhnlich denFreitag, müssen sämtliche Küchengerätschaften gescheuertwerden, die eisernen Töpfe und messingnen Kas-serolen von außen mit Sand, von innen mit Holz-aschenlange. Emailliertes Kochgeschirr wird voninnen und außen mit Aschenlauge behandelt.
Hölzerne Gerätschaften, Bretter, Teller, Scha-len, Löffel u. s. w. werden mit Sand gescheuert; Sodaoder gar Seife macheu gelb. Man übergieße die zureinigenden Gegenstände erst mit lauwarmem Wasserund scheure sie dann mit weißem Sand und einer Wur-zelbürste recht kräftig; schwenke sie hierauf noch in kal-tem Wasser und reibe sie mit einem trockenen Tuch wie-