Die Küchc. 29
stellten Nippes, keine Blumentöpfe oder dergleichen unvnichts Feuchtes oder Heißes auf die Tische; die Möbelnicht über den Boden rutschen, sondern sachte wegsetzen,die Schubladen und Thüren der Kästen nicht aufstehenlassen, nichts auf den Boden stellen, was nicht dahinge-hört, die Fenster nicht öffnen, ohne sie zu sperren unddie Vorhänge zurück zu ziehen. Manche Dienstmädchenbelieben auch mit dein Staubtuch den Staub von denMöbeln herunter zu schlagen, statt ihn vorsichtig abzu-wischen und mit dem Borstenbesen über Gemälde zusahren und was sie manchmal anstellen, um sich ein paarSchritte zu ersparen, ist geradezu fabelhaft: bei einermeiner Bekannten leerte beim Abräumen des Frühstücks-tisches das Dienstmädchen die Stanbschausel auf dasDa biet, zwischen ein antikes Silberservice mit offenerZuckerschale und Rahmkanne!
Die Küche.
Dieser so wichtige Raum sollte möglichst geräumigsein, viel Licht und wenig Sonne haben. Dann ist zu-nächst für einen guten Herd zu forgen, und kann ichaus eigener Erfahrung die in Rheinland üblichen Spring-und Tafelherde empfehlen; man hat da, bei richtigerBehandlung, immer ein gutes, gleichmäßiges, spar-sam brennendes Feuer, stets heißes Wasser und inden Backösen (Röhren) kann man sogar Brot backen.
Je nachdem man nun den Herd gewählt hat, mußman auch die dafür passenden Koch- und Bratgeschirreanschaffen und wir wollen deshalb hier angeben, wassowohl dafür, als fönst in einer wohl ausgestattetenKüche nicht fehlen sollte.
Wenn also Suppentopf, Töpfe zum Abkochen undZubereiten der Gemüse, Backkasserolen u. dergleichen,zu dem Herde passend, vorhanden sind, so bedarf man