Das Besuchziminer. 21
Kinder an, ihre kleinen Habseligkeiten und Spielsachenin Ordnung zu halten und nicht mutwillig zu verderben;„Jung gewohnt, alt gethan!" und es kann die Erziehungnicht früh genug beginnen. Die Frau eines der reich-sten und berühmtesten Industriellen Berlins hat ihrenTöchtern einmal die eigene Puppenküche zu Weihnachtenbeschert und ich selbst bewahre noch wohlerhaltene Spiel-sachen aus meiner ersten Kindheit.
Lebende Tiere sollte man Kindern nie als Spielzeugerlauben, denn meistens quälen sie dieselben, oft nuraus Unverstand und werden so Tierquäler. Kommt aberdoch solche Quälerei trotz Ermahnung und Verbot vor,so gebe man ihnen tüchtig die Nute, als Illustration zudein alten Sprüchlein:
„Quäle nie ein Tier zum Scherz,
„Demi es fühlt wie du den Schmerz."
Acrs Wesuchzimmer.
Für dieses gilt im allgemeinen, was für das Wohn-zimmer gesagt worden, nur daß eben alles elegantergehalten wird: meistens Polstermöbel, hübscher Teppichvor dem Sopha; auf dem Sophatisch eine Blumenvase,Photographie-Albums, illustrierte Werke, Visitenkarten-schale und dergleichen; auch kann man, im Besuchzim-mer eher als im Wohnzimmer, auf Tischchen oder an-dern kleinen Möbeln, vor dem Spiegel oder wo es sonstpaßt, kleine Kunst- oder Luxusgegenstände aufstellen undzwischen den Fenstern Blumenständer, entweder mit ei-nein Blumentopf oder den jetzt so viel gesehenen Ma-kart-, Kamerun-oder Federgras-Bouquets; auch Pfauen-sedern machen sich sehr gut, ebenso an den Wändenneben den Bildern Statüetten oder Blumen, besondersSchlingpflanzen, auf Konsolen.