Das Ordnen der Schlafzimmer.
gewechselt wird und sich in einer Flasche mit Stöpselbefinden muß, weil das Wasser alle Dünste aufnimmt,und wenn mai? sich ein Glas Wasser für die Nacht zu-recht stellt, so muß auch dieses einen Deckel haben. Ausden Nachttisch gehört ein Handleuchter und eine Dosemit Streichhölzchen, diese auf eine Untertasse ge-stellt, um die gebrauchten Hölzchen darauf zu legen,welche sonst oft herunter fallen oder gar herunter gewor-fen werden und so schon großes Unglück angerichtet haben.
Praktisch ist, neben den Waschtisch ein Porzellan-Eimercheu für das tagsüber gebrauchte Wasser zustellen.
Ist nun noch sauber gekehrt und der Staub abge-wischt, so schließe man die Fenster und lasse die Rou-leaux herunter, um die Sonne ab und im Sommer dasZimmer kühl zu erhalten. Ein paar Mal in der Wochewird der Boden feucht aufgenommen.
Vielfach wird jetzt empfohlen, bei offenem Fenstevzu schlafen, während andere heftig dagegen protestierenund behaupten, es käme nichts dabei heraus, als Mücken,Fledermäuse und Rheumatismen.
Nicht genug ist aber zu empfehlen, daß man zumSchlafzimmer einen möglichst geräumigen, sonnigen undluftigen Raum wähle, mit nicht zu vielen Betten, denndas Schlafen in einein kleinen, dumpfigen oder über-völkerten Zimmer gleicht dein Trinken unreinen Wassers,welches doch wissentlich niemand über seine Lippen brin-gen würde. Befindet sich im Schlafzimmer :eine Ven-tilationsvorrichtung, so schließe man nachts nie die Ofen-thür, da durch den Zug des Ofens die schlechte Luftentweicht.
Auch zu viele Möbel sollte das Schlafzimmer nichtenthalten, doch wird sich die junge Hausfrau ihrenhübschen Toilettetisch nicht nehmen lassen und ich sahkürzlich bei einer jungen Engländerin einen so allerlieb-sten, daß ich ihn hier beschreiben will: Es war, wiegewöhnlich, ein ganz einfacher, länglich viereckiger Tisch