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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Das Ordnen der Schlafzimmer. 13

heute thun kann, nicht auf morgen.Morgen istein Schelm."

Mit demAufschieben" ist das leidigeAusder Hand legen" (Stationen machen), anstatt die Sachegleich an Ort und Stelle zu bringen, nahe verwandtmid beinahe eben so schädlich, denn bei dieser fatalenAngewohnheit liegt fast immer etwas herum und wirdhernach immer danach gesucht, besonders nach den Schlüs-seln! und öfters ist sogar etwas, namentlich ausder Hand gelegte Papiere, Briefe, Rechnungen, Notizen,ganz abhanden gekommen. Man will sich einen Gangersparen und muß statt dessen bisweilen mehrere thun,wie denn eine berühmte französische Schriftstellerin sagt,daß man sich oft mehr Mühe mache, um eine nötigeSache nicht zu thun, als man gehabt haben würde, umsie zu thun.

Aas Grdnen der Schlafzimmer.

Man öffne, sowie man das Schlafzimmer verläßt,die Fenster und schlage die Decken zurück, um schon etwasverlüsten zu lassen. Dann, wenn das Zimmer geordnetwerden soll, wascht das Dienstmädchen ihre Hände rechtrein und zieht eine große, sehr reine, weiße Latzschürzean, die nur beim Bettmachen gebraucht werden darf;noch besser ist ein ganzer Ueberwurs, mit, an der Handzugeknöpften Aermeln. Ferner hat sie einen großenEimer mit Deckel für das unreine Wasser und einengroßen Krug mit frischem Wasser, beides am besten vonBlech und angestrichen, zwei verschiedene Tücher zumAustrocknen der Geschirre, Besen, Kehrwisch, Staub-schaufel und Staubtuch und legt nun, nachdem sie dieBettvorlagen ausgeschüttelt hat, die Betten aus.

Dazu stellt sie, falls kein Bettschemel vorhanden wäre,zwei Stühle gegen einander und legt die Decken, Deck-bett (wo solches üblich) und Betttücher, ordentlich ge-