Der Kaffrr.
Aden sah ihn entstehen! Siehstdu es nicht an dem frischen Dufte seinerJugend, an den rosigen Wangen seinerKinder, die ernährt? Es ist der TrankAllahs, die Quelle der Gesundheit,die Quelle der Weisheit, der Sorgen-brecher! —
' Also preist ein alter arabischer Dichter den Kaffee,der auch heute noch in ganz besonderen Ehren bei denOrientalen steht (wiewohl der Luxus unsrer Kaffeevisitenja auch nicht zu verachten ist) und in den Häusern derReichen und Vornehmen mit großen Zeremonien serviertwird, wie es Max Schlesinger vor einigen Jahren noch beimägyptischen Finanzminister zu Kairo erfuhr und folgender-maßen beschrieb:
„Es erschien der Kaffee in vollem Staate, getragen„durch drei verschiedene Diener: der erste bringt die Tassen,„die mit einer goldgestickten Samtdecke zugedeckt sind,„der zweite den Kaffee in seinem Kochgefäße, der dritte„hebt die Samtdecke ab, legt sie dem ersten über die„Schulter und gießt den Kaffee in die Tassen, worauf ein