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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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422
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I

422 Lehmann's Verbesserung des Mehls etc.

migung des königl. Kriegsministeriums in der Militärbäcke-rei zu Dresden unter Aufsicht des Herrn KriegscommissairaBlume durch Herrn Dr. Lehmann fortgesetzt.

Es wurde zu denselben Roggen gewählt, dessen Kör-ner fast ohne Ausnahme gekeimt waren; es wurde solcherabsichtlich mit allen Keimen vermählen; es ergab 1 Scheffel,der 160 Pfund wog,

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Pfd.

gutes Mehl .Nachgang . .Schwarzmehl

Kleie.....

Hiernach Verlust

Von dem guten Mehle wurden 40 Pfd. mit 31 Pfd."Wasser und dem nöthigen Quantum Sauerteig, ganz in ge-wöhnlicher "Weise behandelt und von dieser Masse die Ver-suchsbrote abgewogen. Es ergab sich das Resultat, dassdas ohne einen Zusatz gebackene Brot kuchenförmig breitlief, die Binde sich ablöste, ein bläulicher Schliff eich bildete,das Gebäck ungeniessbar war.

Bei einem Zusatz von l l / 3 Loth Salz auf 3 Pfd. Mehlwurde das Brot wesentlich besser, es behielt seine Form,die Rinde löste sich aber ab, und es zeigte sich immer nochein kleiner Schliff an der untern Seite: das Brot war ge-messbar.

Ein Zusatz von 2 Loth Salz auf 3 Pfd. Mehl zeigtedie vollständige Wirkung: das Brot war in jeder Bezie-hung zufriedenstellend, locker, trocken, wohlschmeckend,ohne allen Schliff.

Die Operation ist einfach; vor dem Einwirken wird dasin Wasser gelöste Salz zugesetzt; sonst in Allem verfahren,wie gewöhnlich.

Die gleichzeitig angestellten Versuche mit Mehl ausausgewachsenem Weizen ergaben bis jetzt kein befriedigen-des Resultat: sie sollen fortgesetzt werden.

Wenn hiernach das gewachsene Korn mit gleichemYortheil, wie das ungewachsene, durch den Zusatz von Koch-