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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Künstliche Milch.

1 Thl. Malzniehl liefern eine Mischung, welche sehr naheden Ernährungswerth der Frauenmilch besitzt.

blutbildende •wärmeerzeugende

Bestandteile

Bestandteile

10 Tide. Kuhmilch enthalten

. 0,4 .

.• . 1,00

1 Thl. Weizenmehl enthält .

. 0,14 . .

. . 0,74

1 Thl. Malzmehl „

. 0,07 .

. . 0,58

0,61 .

. . 2,32

= 1 : =3,8

Das Malzmehl enthält 11 Proc. blutbildenden Stoff, vonwelchem aber nur 7 Thle. in die Suppe übergehen.

Da das Weizenmehl und Malzmehl sehr viel wenigerAlkali enthalten als die Frauenmilch, so muss dieses bei derBereitung der Suppe zugesetzt werden; ich habe gefunden,dass der Zusatz von 7 1 /* Gran doppeltkohlensaurem Kali,oder von 3 Grammen oder 45 Gran einer Lösung von koh-lensaurem Kali, welche 11 Proc. kohlensaures Kali enthält,genügt, um die saure Keaction beider Mehlsorten zu neutra-lisiren.

Bei der Zubereitung der Suppe verfährt man auf fol-gende Weise:

Man bringt 1 Gew.-Thl. Weizenmehl Q/ 2 Unze) in daszum Kochen der Suppe dienende kleine Gefäss, und setztunter beständigem Umrühren in kleinen Portionen die Milchnach und nach zu, indem man das Zusammenballen desMehls zu Knollen sorgfältig verhütet; man erhitzt diese Mi-schung unter fleissigem Umrühren zum Sieden und erhältsie im Sieden 3 bis 4 Minuten lang und entfernt das Koch-geschirr vom Feuer.

Man wiegt jetzt 1 Gew.-Thl. (V 2 Unze) Malzmehl ab,mischt dieses sorgfältig mit 45 Gran (3 Gramm) von dererwähnten Kalilösung und mit 2 Gewichtstheilen Wasserund setzt diese Mischung dem Milchbrei unter beständigemUmrühren zu; man bedeckt alsdann das Gefäss, um die Ab-kühlung *zu vermeiden, und lässt es eine halbe Stunde ru-hig stehen.