Vesper,einfache substantielle Ragouts; -
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eine gute Küche, vor-trefflich gekocht, und namentlich Gemüse von einem Wohl-geschmacke, den man in den Ebenen nicht kennt, Hessendas Wünschbare nicht vermissen.
Man wird übrigens auf den Ueberfluss, der hier herrschte,aus dem Umstände schliessen können, dass beim zweitenGange vierzehn verschiedene Braten aufgetragen wurden.
Das Dessert war um so ausgezeichneter, als es theil-weise aus Früchten bestand, die nicht auf dieser Höhe wach-sen und die man aus dem Unterlande gebracht hatte, dennman hatte die Gärten von Machuraz, Morflent und anderevon der Sonne geliebte Gegenden für uns geplündert.
Die Liköre fehlten nicht, aber der Kaffee verdient einebesondere Erwähnung.
Er war klar, wunderbar heiss und wohlriechend, undwurde namentlich nicht in jenen entarteten Gefässen ge-reicht , die man an den Ufern der Seine Tassen nennt, son-dern in schönen, tiefen Schalen, worin die dicken Lippender ehrwürdigen Väter untertauchten, die das belebendeGetränk mit einem Geräusch einschlürften, das ein paarWallfischen vor dem Sturme Ehre gemacht haben würde.
Nach dem Essen gingen wir zur Vesper, wobei wirzwischen den Psalmen Wechselgesänge ausführten, die ichzu diesem Zwecke componirt hatte. Es war leichte Musik,wie man sie damals machte, und ich sage weder Gutes nochSchlimmes davon, weil ich fürchte, entweder durch die Be-scheidenheit zurückgehalten, oder durch die Vaterschaft be-einflusst zu werden.
Der officielle Tag war hiermit geendet.
Die Nachbarn begannen sich zurückzuziehen, die an-deren arrangirten Spielpartien.
Ich zog vor spazieren zu gehen und ging mit einigenFreunden, die sich mir anschlössen, auf jenem zarten unddichten Rasen umher, der alle Teppiche der Welt über-trifft, wobei wir die reine Luft der Hochregion athmeten,
Brillat-Sararin, Physiologie des Geschmacks. 24
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