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Zusage.
I
„Lieber Herr," hatte mir eines Tages der Abt vonSt. Sulpice gesagt, indem er mich nach dem Essen in eineFensternische zog, „es wäre sehr liebenswürdig von Ihnen,wenn Sie mit Ihren Freunden einmal am Bernhardstage beiuns Musik machen wollten. Der Heilige würde dadurchnoch würdiger gefeiert, unsere Nachbarn würden sich er-götzen, und Sie hätten die Ehre, der erste Orpheus zu sein,der in diese Hochregionen gekommen wäre."
Ich liess mir diese Anfrage, die eine" angenehme Partieversprach, nicht zweimal wiederholen, und sagte miteinem Nicken des Hauptes zu, das den Salon erschüt-terte.
Annuit, et totum nutu tremefecit Olympum,(Neigte gewährend das Haupt und erschütterte ganz den
Olympus.)
Alle Vorsichtsmassregeln waren getroffen, und wir bra-chen so früh auf, weil wir "Wege zu machen hatten, dieselbst die kühnen "Wanderer erschrecken mögen, welche denHügel von Montmartre zu ersteigen versuchen.
Das Kloster liegt in einem Thale, das nach Westen vondem Kamme des Gebirges, nach Osten von einem wenigerhohen Hügel geschlossen wird.
Der westliche Gipfel war von einem Tannenwalde ge-krönt, in welchem ein einziger Windstoss eines Tages 36,000Stämme umwarf*). Den Grund des Thaies bildete eineweite Wiese, auf der verschiedene Buchengruppen unregel-mässig vertheilt waren und das Modell der so beliebtenenglischen Gärten im Grossen darstellten.
Wir kamen mit Tagesanbruch an und wurden vomPater Kellermeister empfangen, in dessen ehrwürdigem Ge-sichte die Nase wie ein Obelisk stand.
„Seien Sie willkommen meine Herren," sagte der gute
*) Die Oberforstdirection zählte und verkaufte sie; der Handelund die Mouche hatten ihren Nutzen davon; bedeutende Capita-lien wurden in Umlauf gebracht und Niemand beklagte sich überden Wirbelwind.