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Seine Grundsätze.
vortrefflich verwaltete, so hatte er eben so gut wie andereseine Geschäfte, sein Cabinet und seine Correspondenz.
Im Alter von 28 Jahren hielt er es für angemessen,sich zu verheirathen. Er wollte seine Zukünftige nur beiTische sehen, und nachdem er dreimal mit ihr gespeist hatte,war er hinlänglich überzeugt, dass sie hübsch, gut undgeistreich sei. Sein eheliches Glück war von kurzer Dauer.Achtzehn Monate nach seiner Verheirathung starb seineFrau im Wochenbette, und hinterliess ihm ein ewiges Be-dauern über diese schnelle Trennung, und einen Trost inder Gestalt eines Töchterchens, das er Herminie nannte undvon dem wir später sprechen werden.
Herr von Borose fand sein Vergnügen in den verschie-denen Beschäftigungen, die er sich geschaffen hatte. Dochmerkte er bald, dass selbst in ausgewählte VersammlungenAnsprüche und selbst Neid sich einmischen. Er schrieb diesekleinen Uebel auf Rechnung der Menschheit, die nirgendsvollkommen ist, war zwar nach wie vor fleissig, gehorchteaber unmerklich dem Schicksalsspruche, der seinen Zügenaufgeprägt war, uiid beschäftigte sich allmälig fast aus-schliesslich mit den Genüssen des Geschmackes.
Herr von Borose behauptete, die Gastronomie sei nichtsanderes, als die anerkennende Reflexion angewandt auf dieWissenschaft der Verbesserung.
Er sagte wie Epikur*): „Ist denn der Mensch geschaf-fen, um die Gaben der Natur zu verschmähen? Kommt ernur auf die Erde, um ihre bitteren Früchte zu kosten ? Wemsind denn die Blumen bestimmt, welche die Götter zu denFüssen der Sterblichen wachsen lassen? Man gefällt derVorsehung, wenn man sich den verschiedenen Neigungenhingibt, die sie uns eingepflanzt hat. Unsere Pflichtenentstammen ihren Gesetzen, unsere Wünsche ihren Ein-gebungen."
Er sagte mit dem Philosophen „dass die guten Dinge
*) Alibert — Physiologie der Leidenschaften. Bd. I. S. 241.