Herr von Borose.
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Doch zog man ihn in dieser Beziehung den Musikleh-rern vor, weil er sich nicht in den Vordergrund drängte,weder Arme noch Augen machte*), sondern gewissenhaftdie Pflicht der Begleitung erfüllte, nämlich den Sänger zuunterstützen und zu heben.
Von seinem Alter begünstigt, überlebte er ohne Unfalldie Schreckenszeit unserer Revolution, und als er Recrutwerden musste, stellte er einen Ersatz-Mann, der sich kühnan seiner Statt tödten liess. Mit dem Todesscheine seinesSosias versehen, konnte er in aller Gemüthsruhe unsereTriumphe feiern und unsere Niederlagen beweinen.
Herr von Borose war von mittlerer Grösse aber wohl-gebaut, er hatte ein sinnliches Gesicht, von dem wir am be-sten eine Vorstellung geben können, wenn wir sagen, dass,wenn man in dem nämlichen Zimmer mit ihm Gavaudauvom Theater des Varietes, Michot vom Theater fran-cais und den Vaudevillisten Desaugiers versammelt hätte,alle vier eine gewisse Familienähnlichkeit gezeigt hätten.Indessen war es einmal angenommen, dass er ein hübscherMann sei, und er konnte zuweilen Gründe haben, es zuglauben.
Er kämpfte mit dem Entschlüsse, irgend einen Standzu wählen, versuchte mehre, fand an allen etwas auszu-setzen, und entschloss sich zu einem beschäftigten Müssig-gange, dasheisst, er liess sich in einige gelehrte Gesellschaf-ten aufnehmen. Auch gehörte er zum Wohlthätigkeitsco-mite seines Bezirkes, unterzeichnete für einige philantro-pische Zwecke, und da er sein Vermögen selbst und zwar
weder Wärme noch Ausdruck. Die Spanier bezeichnen mit demWorte ,.bordonear" das Spielen eines Instrumentes, das man greift,wie Harfe oder Guitarre.
*) Musikalische Kunstausdrücke: Arme machen: heisst dieEllbogen und Arme heben, als wenn einen die Gefühle erstick-ten; Augen machen: heisst die Augen zum Himmel heben, als obman in Ohnmacht fallen wollte.
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