280
Beim villers.
zwar folgten, es aber nicht übertrafen, wesentlich er-leichtert.
Beauvillers hatte ein wunderbares Gedächtniss; er er-kannte nach zwanzig Jahren Leute, die nur ein oder zwei-mal bei ihm gespeist hatten, und in gewissen Fällen be-folgte er eine ihm eigenthümliche Methode. Wenn er er-fuhr, dass eine Gesellschaft reicher Leute bei ihm versam-melt war, so nahte er sich mit geschäftiger Miene, grüssteäusserst höflich, und schien seinen Gästen eine ganz specielleAufmerksamkeit zu widmen.
Er bezeichnete eine Schüssel, die man nicht nehmensolle, eine andere, für die man sich beeilen müsse, befahleine dritte, an die kein Mensch gedacht hatte, und HessWein aus einem Keller holen, zu dem er allein den Schlüs-sel hatte, kurz er nahm einen so liebenswürdigen und ge-winnenden Ton an, dass alle diese Extragerichte wie Ge-schenke von ihm aussahen. Aber diese Gastgeberrolledauerte nur einen Augenblick; er verschwand nach kurzerZeit, und später zeigte die geschwollene Rechnung und dieBitterkeit der Viertelstunde des Rabelais, dass man beieinem Speisewirthe gegessen hatte.
Beauvillers hatte mehrmals ein Vermögen gewonnen,verloren und wieder gewonnen. Wir wissen nicht, in wel-chem dieser Zustände ihn der Tod überraschte, aber erhatte stets so grosse Abzugskanäle offen, dass wir seineErbschaft nicht für sehr bedeutend halten können.
Der Feinschmecker in der Speisewirthschaft.
146. Durchläuft man die Karte einer Speisewirthschafterster Classe, namentlich der Gebrüder Veryund der FreresProvengaux, so findet der Gast, der in den Speisesaal tritt,wenigstens :
12 Suppen.
24 Hors d'oeuvres.
15 bis 20 Speisen von Rindfleisch.