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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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Ludwig der Sechzehnte.

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Zeiten mehr Ordnung, Keinlichkeit und Eleganz eingeführtund diese verschiedenen Verfeinerungen, die bis zu unserenTagen zugenommen haben, drohen alle Grenzen zu über-schreiten, und uns zur Lächerlichkeit zu führen.

Zur Zeit Ludwig's XV. verlangten auch die kleinenHäuschen und die Maitressen Anstrengungen von Seiten derKöche, die der Wissenschaft zum Heile ausschlugen.

Es ist leicht, eine grosse Gesellschaft zu bewirthen, dieeinen gesegneten Appetit hat. Man hat bald mit Fleisch,Wildpret, Geflügel und einigen grossen Fischen ein Mahlfür 60 Personen zusammengesetzt.

Soll man aber Mäulchen genügen, die sich nur zumLächeln öffnen, Frauen befriedigen, die in Duft aufge-hen, Mägen in Bewegung setzen, die aus Papier bestehen,und Zierpuppen anlocken, deren Appetit nur ein Gelüsteist, das augenblicklich hinstirbt, so bedarf man mehr Er-findungsgabe, mehr Scharfsinn und Arbeit, als wenn esgilt, eine der schwierigsten Aufgaben der Geometrie des Rau-mes zu lösen.

I

Ludwig XVI.

135. Jetzt, wo wir an der Zeit Ludwig's XVI. und derRevolution angelangt sind, werden wir uns nicht kleinlich

2. Gang

ein Truthahn

Gemüse

Salat

eine Creme (zuweilen nur).

{KäseFrüchteEingemachtes.Man wechselte nur dreimal Teller, nämlich nach der Suppe,heim zweiten Gange und beim Dessert.

Man gab nur selten Kaffee, dagegen gewöhnlich Ratafia, mitKirschen oder Nelken angemacht, was erst seit kurzer Zeit be-kannt geworden war.