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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Artikel gesagt wurde, bei solchen Menschen, die einen sehrthätigen Magen haben; alles wird verdaut und was nichtfür den Körperersatz nöthig ist, wird zu Fett unigewandelt.

Bei den anderen herrscht einige Unverdaulichkeit; dieNahrungsmittel gehen ohne Nutzen durch, und diejenigen,welche die Ursache nicht kennen, verwundern sich, dassso viele gute Dinge kein besseres Resultat bewirken.

Man wird wohl bemerken, dass ich den Stoff nichtängstlich erschöpfe, denn es gibt eine Menge entferntereUrsachen, die aus unseren Gewohnheiten, unseren Narrhei-ten, unseren Vergnügungen und unserem Stande hervorgehenund welche den Hauptursachen, die ich bezeichnet habe,hülfreich zur Seite stehen.

Ich überlasse dies Alles meinem Nachfolger, den ich imAnfange dieses Capitels angerufen habe, und begnüge michmit einigen Vorbemerkungen, zu denen Jeder berechtigt ist,der zuerst einen Stoff aufgreift.

Die Unmässigkeit hat seit langer Zeit die Blicke derBeobachter auf sich gezogen. Die Philosophen haben dieMassigkeit gerühmt, die Fürsten haben Luxusgesetze er-lassen, die Kirche hat gegen die Feinschmeckerei gedon-nert; — lieber Himmel! Man hat deswegen nicht einen Bissenweniger gegessen, und die Kunst, zuviel zu essen, blühttäglich mehr.

Vielleicht bin ich glücklicher, indem ich einen neuenWeg einschlage und die üblen Folgen der Fettleibigkeitauseinandersetze. Die Sorge um die Selbsterhaltung {seifpreservation) ist vielleicht einflussreicher als die Moral, be-redter als die Predigten, mächtiger als die Gesetze, undvielleicht öffnet das schöne Geschlecht gern seine Augendem Lichte.

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Ueble Folgen der Fettleibigkeit.

105. Die Fettleibigkeit übt einen sehr üblen Einflussauf beide Geschlechter, denn sie schadet der Kraft und derSchönheit.

Brlllat-Savarin, Physiologie des Geschmacks. 14