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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Gespräche.

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Mehlspeisen, Pasteten und ähnliche Dinge, nichts nährtbesser, wohlfeiler und müheloser.

Ein ganz Dicker: Haben Sie die Güte, lieber Herr,und reichen Sie mir die Kartoffeln, die vor Ihnen stehen;—■man haut dergestalt ein, dass ich fürchte nichts mehr da-von zu bekommen.

Ich: Hier, lieber Herr.

Der Dicke: Aber bedienen Sie sich doch. Es bleibtgenug für uns zwei und nach uns mag die Sündfluthkommen.

Ich: Ich nehme keine. Ich halte die Kartoffel nur fürein Mittel gegen den Hunger, finde aber im Uebrigen, dasssie sehr fad schmeckt.

Der Dicke: Gastronomische Ketzerei! Es gibt nichtsBesseres als Kartoffeln; ich esse sie mit jeder Zubereitung,und wenn bei dem zweiten Gange noch welche kommen, sowill ich einstweilen meine Rechte gewahrt haben.

Eine dicke Dame: Thun Sie mir doch die Gefällig-keit und lassen Sie mir jene Bohnen von Soissons reichen,die ich dort unten auf dem Tische sehe.

Ich führe den Befehl aus und summe leise nach einerbekannten Melodie für mich hin:

In Soissons ist'gut wohnen,Man pflanzt dort fette Bohnen!

Die Dicke: Spotten Sie nicht, das ist ein wahrer Schatzfür das Land. Paris bezieht von dort für- bedeutendeSummen. Ich bitte Sie auch um Gnade für die kleinen Bohnen,die man englische nennt; wenn sie noch grün sind, ist esein wahres Götteressen.

Ich: Fluch den Bohnen, Fluch den Saubohnen!

Die Dicke mit entschlossener Miene: Ich lache überIhren Fluch. Man sollte wahrhaftig meinen, Sie wärenallein für sich ein Concilium.

Ich zu einer Andern: Ich wünsche Ihnen Glück zuIhrer herrlichen Gesundheit, gnädige Frau. Es scheint mir,