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188 Der schlagflüssige Kaufmann.
dem Vorwande ihm Gesellschaft zu leisten und schlugenihm alle möglichen Geschäfte vor, Käufe, Verkäufe, Tauscheund ähnliche Dinge, die in das Bereich seines gewöhnlichenHandels gehörten. Bald aber- sahen die Angreifer sichüberrascht und mussten zum Bückzuge blasen.
In der That hatte der schlaue alte Kerl nichts von sei-nen kaufmännischen Fähigkeiten verloren und derselbeMann, der häufig sein Gesinde nicht kannte und seineneigenen Namen vergass, war stets vollkommen unterrichtetvon den Preisen aller Waaren und kannte den Werth jedesGrundstückes, Wiesen, Weinberge und Wälder auf dreiStunden im Umkreis aufs Haar.
Sein Urtheil war in dieser Beziehung vollkommen ge-sund geblieben und da man weniger auf seiner Hut war,so fingen sich die meisten von denen, welche den Krüppelzu überlisten gedachten, in ihren eigenen Schlingen.
Zweite Beobachtung.
In Belley lebte ein Hr. Chirol, der lauge Zeit unterLudwig XV. und Ludwig XVI. in den Leibgarden gedienthatte.
Seine Intelligenz reichte gerade zu dem Dienste hin,den er sein Leben lang geleistet hatte; aber er hatte imhöchsten Grade den Geist des Spiels, so dass er nicht nuralle alten Kartenspiele, wie L'hombre, Piquet, Whist vor-trefflich spielte, sondern auch von jedem neuen Spiele, dasman einführte, nach der dritten Partie alle Feinheitenkannte.
Dieser Herr Chirol wurde durch einen Schlaganfall ge-lähmt, der so heftig war, dass er fast in vollständige Un-empfindlichkeit verfiel. Nur zwei Dinge blieben verschont;die Verdauung und die Spielfähigkeit.
Er kam täglich in das Haus, wo er seit zwanzig Jahrenseine Partie zu machen gewöhnt war, setzte sich in eineEcke und blieb dort unbeweglich in einer Art Schlummer,