Zeit der Ruhe.
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am Ende der Kecbnung etwa gleichbleiben, hat natürlicherWeise die Zeit der Ruhe und diejenige der Thätigkeit auf-erlegt; wahrscheinlich würde unsere Lebensweise eine ganzandere sein, wenn ein ewiger Tag herrschte.
Wie dem auch sei, sobald der Mensch eine Zeit langaus der Vollkraft des Lebens geschöpft hat, so kommt einAugenblick, wo er nicht mehr schaffen kann; seine Empfäng-lichkeit nimmt ab; die lebhaftesten Sinneseindrücke bleibenwirkunglos; die Organe weisen Alles ab, was sie vorheraufs Lebhafteste wünschten; die Seele ist mit Eindrückengesättigt; die Ruhezeit ist da.
Wir haben hier den Mann der Gesellschaft im Auge, dervon allen Wohlthaten und Hülfsmitteln der höchsten Civili-sation umgeben ist; denn für diejenigen, welche anhaltendin ihrem Cabinet, in ihrer Werkstatt arbeiten, sich aufReisen, auf der Jagd oder in an derer Weise ermüden, kömmtdas Ruhebedürfniss weit schneller und regelmässiger.
Die Natur, diese treffliche Mutter, hat mit einer solchenRuhe, wie mit allen erhaltenden Handlungen, einen grossenGenuss verbunden.
Der ruhende Mensch fühlt ein allgemeines, unbeschreib-liches Wohlsein; er fühlt wie seine Arme durch ihr eigenesGewicht herabsinken, wie seine Fasern sich abspannen, seinGehirn sich erfrischt; seine Sinne sind beruhigt, seine Em-pfindungen dumpf; er wünscht und denkt nichts mehr; einSchleier breitet sich über seine Augen. Noch einige Augen-blicke und er schläft.
Achtzehnte Betrachtung.Vom Schlafe.
85. Obgleich einige wenige Menschen so kräftig orga-nisirt sind, dass man behaupten kann, sie schlafen fast gar