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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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159
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Anekdote.

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„Der Salon, in dem die Gäste nach dem Essen weilen,soll gross genug sein, um eine Spielpartie für diejenigenzu organisiren, die es nicht lassen können, und doch Kaumfür die Gespräche nach Tisch zu gewähren;

„Die Gäste sollen durch die Annehmlichkeit der Ge-sellschaft zurückgehalten und durch die Hoffnung be-lebt werden, dass der Abend nicht ohne weitere Ver-gnügungen vorübergehen werde;

„Der Thee soll nicht zu stark sein, die Butterschnittenreichlich fett und der Punsch sehr sorgfältig angemacht;

„Vor elf Uhr soll man nicht weggehen, aber auch umMitternacht Jeder im Bette sein können."

Wer bei einer Mahlzeit war, die alle diese Bedingungenvereinigte, kann sich rühmen, seiner eigenen Apotheose bei-gewohnt zu haben; je mehr diese Regeln vernachlässigtwurden, desto weniger Vergnügen wird man gehabt haben.

Ich habe behauptet, dass das Tafel vergnügen, so wie iches bezeichnet habe, einer sehr langen Dauer fähig ist; ichwill dies beweisen, indem ich die umständliche und wahr-heitsgetreue Beschreibung des längsten Mahles gebe, welchesich in meinem Leben mitgemacht habe: es ist ein Zucker-plätzchen, das ich meinem Leser aus Dank für die Gefällig-keit, die er gehabt hat, mich bis hierher zu lesen, in denMund stecke. Also:

Ich hatte hinten in der Rue du Bac eine Familie vonVerwandten, folgendermassen zusammengesetzt: der Doctor,78 Jahre alt; der Capitän, 76 Jahre; ihre Schwester Jea-nette, 74 Jahre. Ich besuchte sie zuweilen und sie empfingenmich stets sehr freundschaftlich.

„Wohlan!" sagte mir eines Tages der Doetor Dubois,indem er sich auf die Zehen stellte, um mir auf die Schulterklopfen zu können, „Du rühmst uns schon so lange DeineFondues (Eier mit Käse zusammengerührt) und machst unsdamit den Mund wässern, dass es ein Ende haben muss!Der Capitän und ich wollen einmal bei Dir frühstücken,damit die armen Seelen Ruhe bokommen." -(Es war, glaube