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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Gastronomische Probirschüsseln.

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ansteckender Krankheiten die Sterblichkeit vermehrten unddadurch den Nothstand erhöhten.

Die Vorsichtscasse von Lafarge, die den Parisern sobekannt ist, würde gewiss bessere Geschäfte gemacht haben,wenn ihre Gründer die vom Doetor Villennet entwickeltenWahrheiten in Berechnung gezogen hätten.

Sie hatten die Sterblichkeit nach den Tafeln von Buffon,Parcieux und Anderen berechnet, die auf Zahlen beruhen,welche allen Ständen und Altern der Bevölkerung entnom-men sind. Aber da diejenigen, welche Capitalien anlegen,um ihre Zukunft zu sichern, meist den Kinderschuhen ent-wachsen sind und ein ordentliches, häufig selbst sehr nahr-haftes Leben führten, so entsprach der Tod den Wünschennicht, die Hoffnungen wurden getäuscht und die Speeulationschlug fehl.

Das war wohl nicht der einzige, indessen doch derhauptsächlichste Grund des Missglückens.

Professor Pardessus theilte uns diese Beobachtung mit.

Herr du Belloy, Erzbischof von Paris, der fast einJahrhundert lebte, hatte einen bedeutenden Appetit; er liebteeine gute Tafel und häufig sali ich seine Patriarchen-Mienebei einem ausgezeichneten Bissen sich aufheitern. Napoleonbezeugte ihm bei jeder Gelegenheit Achtung und Ehrer-bietung.

Dreizehnte Betrachtung.Gastronomische Probirschüsseln.

70. Im vorigen Capitel hat man sehen können, dassder speeifische Charakter derjenigen, welche mehr Ansprücheals Rechte auf den Ehrentitel eines Feinschmeckers haben,darin besteht, dass beim besten Essen ihr Auge ausdruckslosund ihr Gesicht unbelebt bleibt.

Brillat-Savarin, PIiysiologie des Geschmacks. JQ