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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Betbrüder.

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sie um so besser, weil man sie wünschte; man gibt ihnenLeckerbissen, damit sie wiederkommen, und gute Weine,damit sie Witziünken sprühen; und da sie das Alles sehrnatürlich finden, so gewöhnen sie sich daran, werden undbleiben Feinschmecker.

Es ging sogar soweit, dass es ein wenig Skandal gab.Einige Spürhunde behaupteten, dass gewisse Frühstücke eineVerführung gewesen seien, dass gewisse Ernennungen ausPasteten hervorgegangen und der Tempel der Unsterblichkeitmit der Gabel geöffnet worden sei. Das sagten böse Zungen;die Gerüchte wurden vergessen, wie so viele Andere; wasgethan ist, bleibt gethan, und wenn ich diese Dinge erwähne,so geschieht es nur, um zu zeigen, dass ich Alles kenne, wasmeinen Gegenstand betrifft.

Die Betbrüder.

67. Die Feinschmeckerei zählt viele Betbrüder unterihre eifrigsten Jünger.

"Wir verstehen unter diesem Worte, was Ludwig derVierzehnte und Moliere darunter verstanden, nämlich Leute,deren Religion in Aeusserlichkeiten besteht; die wahrhaftfrommen und wohlthätigen Leute haben damit Nichts zu thun.

Sehen wir zu, wie sie berufen werden. Die meisten,welche ihr Seelenheil suchen, wollen den leichtesten Wegwandeln; diejenigen, welche die Menschen fliehen, auf derErde schlafen und das Busshemd umgürten, sind und werdenstets Ausnahmen bleiben.

Nun gibt es Dinge, die ohne Widerspruch verdammens-werth sind und die man sich niemals erlauben darf, wieBälle, Theater, Spiel und ähnlicher Zeitvertreib.

Man verdammt diese Dinge und die, welche sich ihnenhingeben, und nun schlüpft die Feinschmeckerei mit einerganz geistlichen Miene herein.

Der Mensch ist nach göttlichem Rechte König der Natur,und Alles, was die Erde hervorbringt, wurde für ihn ge-

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