Feinschmecker.
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Zwölfte Betrachtung.Die Feinschmecker.
Nicht Jeder, der es sein möchte, ist deshalb Fein-schmecker.
61. Es gibt Individuen, welchen die Natur jene Fein-heit der Organe oder jene Stetigkeit der Aufmerksamkeitversagt hat, ohne welche die schmackhaftesten Speisen unbe-achtet geschluckt werden.
Die Physiologie hat uns schon die erste dieser Katego-rien kennen gelehrt und uns gezeigt, dass die Zunge dieserUnglücklichen nur schlecht mit den Nervenwärzchen versehenist, welche den Geschmack einsaugen und vermitteln sollen.Sie haben nur ein dumpfes Gefühl; sie verhalten sich zu denGeschmäcken wie Blinde zu der Farbe.
Die zweite Kategorie begreift die Zerstreuten, dieSchwätzer, die Beschäftigten, die Ehrgeizigen und alle An-deren, welche zu gleicher Zeit zweierlei Dinge thun möchtenund nur essen, um sich zu füllen.
Napoleon.
Zu diesen gehörte unter Anderen Napoleon; er war sehrunregelmässig in seinen Mahlzeiten, ass schnell und schlecht;aber auch hierin zeigte er, wie überall, seinen unumschränk-ten Willen. Sobald er Appetit fühlte, musste er auch be-friedigt werden, und seine Feldküche war so eingerichtet,dass man an jedem Ort und zu jeder Stunde ihm unverzüg-lich, beim ersten Befehl, Geflügel, Coteletten und Kaffeevorsetzen konnte.
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