Anekdote.
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Er niusste seit mehr als 24 Stunden gestorben sein; dieSonne, die ihn den ganzen Tag beschienen, hatte ihm dasGesicht rabenschwarz gebrannt.
Einige Cameradeu näherten sich ihm , die einen um ihnzum letzten Male zu sehen, die anderen um ihn zu beerben,im Fall er noch Etwas hätte. Zu ihrem Staunen sahen sie,duss seine Glieder noch biegsam waren und dass er sogarUta das Herz herum noch ein wenig warm war.
„Gebt ihm einen Tropfen Gebranntes," rief der Spass-macher der Truppe; „ich wette, wenn er noch nicht gänzlichdrüben eingewohnt ist, kommt er zurück, davon zu kosten."
In der That öffnete der Todte beim ersten Löffel Brannt-wein die Augen; man schrie auf, rieb ihm die Schläfe damit,gab ihm noch ein Wenig ein und nach einer Viertelstundekonnte er sich mit einiger Beihülfe auf einem Esel aufrechtlullten.
So führte man ihn bis zum Brunnen; man sorgte für ihnwährend der Nacht, gab ihm einige Datteln zu essen undnährte ihn vorsichtig; des anderen Tages ritt er mit denandern auf einem Esel in Cairo ein.
Geistige Getränke.
53. Der ebenso allgemeine als gewaltige Instinkt, wel-cher uns zur Aufsuchung geistiger Getränke treibt, ist einesehr merkwürdige Erscheinung.
Der Wein, jenes liebenswürdigste Getränk, stammt aus derKindheit der Welt, mögen wir ihn nun dem Vater Noah, demersten Winzer, oder dem Bacchus, dem ersten Kelterer, zu-schreiben, und das Bier, daB von Osiris erfunden sein soll,leitet seinen Ursprung auf Zeiten zurück, hinter welchen diegraue Unsicherheit herrscht.
Alle Menschen, selbst die sogenannten Wilden, werdenso sehr von dem Bedürfniss nach berauschenden Getränkengequält, dass sie sich um jeden Preis welche verschafften,mochten auch ihre Kenntnisse noch so beschränkt sein.