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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Verdaulichkeit.

gen fehl, und es ist keine der geringsten Wohlthaten desFriedens, dass er uns von den Sudelbrühen befreit hat, dieman aus Gefälligkeit kosten musste und die der Chocoladegerade so glichen, wie die Cichorienbrühe dem Mokkakaffee.

Einige Personen beklagen sich, die Chocolade nicht ver-dauen zu können, andere im Gegentheile behaupten, dass sienicht hinlänglich nährt und zu schnell durchgeht.

Wahrscheinlich dürften die erstem die Schuld sich selbstzuschreiben, indem sie schlechte oder übelzubereitete Chocoladenahmen; denn gute, wohlzubereitete Chocolade ist jedemMagen zuträglich, der noch einen Funken von Verdauungs-kraft besitzt.

Für die anderen ist die Abhülfe leicht, sie brauchen ihrFrühstück nur mit einigen Pastetchen, einer Cotelette odereiner Niere am Spiesse zu verstärken, dann mögen sie einetüchtige Tasse Sokomusco darauf setzen und hierauf Gottfür die Verleihung eines überkräftigen Magens von Herzendanken.

Bei dieser Gelegenheit will ich eine Beobachtung mitthei-len, auf deren Genauigkeit man zählen kann.

"Wenn man auf ein reiches und gutes Frühstück einetüchtige Tasse guter Chocolade setzt, so wird man dreiStunden nachher vollkommen verdaut haben, und mit Appetitzu Mittag speisen. . . . Ich habe diesen Versuch aus reinemEifer für die Wissenschaft und mit Aufbietung grösster Be-redtsamkeit von vielen Damen anstellen lassen, welche ver-sicherten, sie würden den Tod davon haben. Es bekamihnen stets ausserordentlich wohl und sie priesen den Pro-fessor.

Die Personen, welche Chocolade trinken, gemessen einergleichmässigen Gesundheit und sind weniger als andere denvielen kleinen Uebeln unterworfen, welche an dem Lebens-glücke nagen. Ihr Umfang bleibt stationär, und das sindzwei Vortheile, die Jedermann an den Personen verificirenkann, deren Lebensweise bekannt ist.