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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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64 Truthahnjagcl.

dass man unsertwegen sich es etwas hatte kosten lassen,und ich meinerseits hatte jedenfalls die Absicht, äusserstliebenswürdig gegen das Fräulein zu sein, das meinen Armebenso besitzmässig nahm, als wäre es meine Frau.

Auf der Farm angekommen, fanden wir das Abendessenaufgetragen; bevor wir aber zu Tische gingen, setzten wiruns einen Augenblick vor ein lebhaft brennendes Feuer, dasman für uns angezündet hatte, obgleich das Wetter einesolche Vorsicht nicht verlangt haben würde. Das Feuerhatte eine sehr wohlthätige Wirkung; die Müdigkeit ver-schwand wie weggezaubert.

Dieser Gebrauch kommt wahrscheinlich von den India-nern, die stets Feuer in ihrer Hütte haben. Vielleicht istes auch eine Tradition vom heiligen Franz von Sales, derbehauptete, das Feuer thue zwölf Monate im Jahre wohL(Non liquet.)

Wir assen wie Ausgehungerte; eine grosse BowlePunsch half uns den Abend verbringen und die Unterhal-tung, wobei unser Wirth sich weit mehr gehen Hess alsam Abend vorher, fesselte uns bis spät in die Nacht.

Wir sprachen von dem Unabhängigkeitskriege, in wel-chem Herr Bulow als Stabsofficier gedient hatte; von Herrnvon la Fayette, der in dem Andenken der Amerikaner stetswächst und von ihnen nur der Marquis genannt wird; vomAckerbau, der damals die Vereinigten-Staaten reich machte,und endlich von meinem lieben Frankreich, das ich nochmehr liebte, seit ich es hatte verlassen müssen.

Herr Bulow sagte zuweilen, wenn die Unterhaltungruhte, zu seiner ältesten Tochter: Marie, singe uns Etwas!(Mariah! give us a song). Sie sang uns dann, ohne sichweiter bitten zu lassen, aber in reizender Verlegenheit, denNationalgesang Yankee dudle, die Balladen von der KöniginMarie und vom Major Andre, die im Lande ganz volksthüm-lich sind. Marie hatte einige Stunden genommen und galtin diesem Hochlande für eine Virtuosin; aber ihr Gesang