Druckschrift 
Glvckwvnschendes Fried und Frewd Gedichte bey höchst erwünschter friedfertiger ankunfft deren mit unaufflöslichem Leib und Liebes Band ... in mitten wehrender Kriegsfeindlicher Zertrennung unlengst verbundener newvermählter Hoch-Fürstlicher Durchleuchtigkeiten Des ... Herren Iohans Vvilhelmen Pfaltzgraffen bey Rhein ... Samt der auch Durchleuchtigster ... Frawen Maria Anna Pfaltzgräffinn bey Rhein ... :
(auff newe art mit klingenden man- und weiblichen gepaart- und abgewechselten Heldenreimen)
Entstehung
Seite
7
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(7Aus ihres Eimers Mund; mithin dem grossen ReinHochzeitlich ausgeschmückt der feuchter Schwestern SchaareZur Düssel frölich schifft / ihr gold=gefarbtes HaareSpielt frey im Sudewind / die Glieder ins gemeinBedeckt schne-weisser Flor/ doch immer nicht so reinDan selbst die Nimffen zart der Flor und Schnee wareDa wo dem Donnern selbst und Sturm-wind kühner BeutDer hohe Pallast trutz / den Wellenschaum verlachenAb frechen Thürnen darff / der grüne Chor erfrewtDas Göttlich Fürsten=Paar begrüsset albereitMit tieffstem Knie=gebeug / wan Röthin (16) kaum erwachenVnd erstlich sich herfür der güldne Tag will machen /Ihm zu gehorsam sich mit steter Pflicht beäydt,Durchleuchtes Götter-Paar sich selbsten zu verpflichtenDas Glück dir wartet auff / mit fester Trew verbindtSein Rad nicht flüchtig mehr / durch Ew're Huld entzündtAuch Ceres / (17) Bacchus mild von Feld und Reben-früchtenThun lachen Berg und Thal; Fried überflus zu flüchtenDie schnöde Armuht dringt / viel Erben / gleich gesintDer Himmel selbst verspricht / von deren Tugend schwindDie späte Nach-welt soll new Lob-gesänge dichten.(16) Die Rosenrohte Morgenröthe. (17) Ceres die Als=Gottin der FrüchtenBacchus des Weins und Weinstocks Als=Gott.Pfaltz OSTERREJCHSEBey abermahliger Verbindung beyder hochlöb-lichster Häuser vnd hochgenenter Hoch Fürstlicher Durchleuchten hocherfrewlichster Vermählungin verflossenem Jahr begangenes HochzeitlichesFREWOENFEST bey jetziger Deren An-kunfft und zugleich öffentlichem Einzugdes lieben FRJEDENSErnewert und besungen von Gerhard Heinrichen von Schönebeck.Der