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Vollständige Anleitung, zu einer ganz vollkommenen, Bienenzucht : Worin Von der ganzen Bienenzucht, von ihren Krankheiten, und Heylungs-Mitteln ausführlich gehandelt, und angezeigt wird, wie das bishero eingeführt gewesene tödten der Bienen mit Schwefel zu verhüten, und die Bienen bey Leben erhalten werden ; Zum allgemeinen Nutzen für den Landmann aus viel jähriger Erfahrung
Entstehung
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4440Herrn Amtsjäger Schlömer A. Sohlingen habe ichvor einigen Jahren gesehen, daß alle seine Bienendaran gestorben waren, und hatten die Körbe unddie Unterbretter voller braunröthlicher Unflat hin-terlassen. Woher diese Krankheit eigentlich ent-springet, will ich hier nicht behaubten, glaublichist es, daß wan die Bienen ihrer Gesundheit wi-drige Dinge geniessen müssen, worauf schädlicherThau gefallen, und sie auf Blumen der Wolfs-milch, oder auf den Saamen von Ulmbäume(Ulmus) oder Christwurzel kommen. Sobaldman auf dem Brett wahrnimt, daß sie es unslä-tig machen, so muß man gleich nach dem Fluglochund denen Wachstaffelen sehen, ob selbe auchschmutzig wie Eisenrost aussehen und gleich folgen-de Mittel brauchen: Gestossene Galläpfel, dürreRosenblätter, gute Rosinen, Thimian und Tausend-guldenkraut alles fein gestossen und gepulvert,darzu etwas guten Wein geschüttet, und unterHönig gethan, den Bienen gegeben, so wird esgleich besser. Das Brett und Flugloch mußsauber abgeputzt werden.Nebst dem Durchlauf ist noch die fauleBrut bekant. Diese Krankheit ist eine Verfau-lung der jungen Bienen, wan sie noch in ihrenZellen, in den Hönigtaffelen stecken, und heslichstinken. Die wahrscheinlichste Meinung hievonist, daß diese Krankheit von dem Mangel desHönigs, oder wan selbiger nicht gut ist, her-rühre. Wan die Bienen so viel Junge gesetzethaben, und kein Hönig mehr vorhanden ist, oderderſelbe