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6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
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1428.

ihm auch so weitläufig versippt, dass die Lehen Hugs nach Reichsrecht verfallen seien. Gegen den Ein-wand, dass in dieser Sache nach Schwäbischem Eechte gesprochen werden solle, sagt Meyer „der kungwere vberall gesecz vnd recht, vnd wer das lebendig recht in sinem herczen, vnd daz gemein gesecz dazbind in nicht, vil mynner soll in das Swebisch recht oder gewonheit, die von des vorgenanten graf Hansenwegen fürgewent sind, binden, dorczu so lig Swoben in dem riche, vnd sy vil billicher, das das merer dasmynner zu im ziehe, dann daz mynner das merer. Meint aber der obgenant Diether von graf Hansenwegen, daz die Swoben solich recht vnd gewonheit an briefen vnd fryheiten hetten, die möcht er fürbringenvnd zogen, so wölt er darczu reden, dann vnser herre, der Römisch kung, vnd sin vorfaren an dem riehgeben vnd teten miltielichen gnad menielichen nach sinem verdinen, vnd wann das abstürbe vnd vßgieng,so viel das wider an daz riche". Deshalb solle über diese Grafschaft, die ohne Mittel ein wissentlichesReichslehen sei, von den Richtern, die des Reiches Mannen sind, nach Reichsrecht gesprochen werden.Darauf wiederholt die Gegenpartei ihre Forderung, dass man nach Schwäbischem Rechte richten solle, weildas Land zu Swaben bei seinem Herkommen und Rechte bleiben solle. Die Richter verschieben einhellig,„die wile die sach groß vnd swer ist vnd wyt driffet", auf einen neuen auf Montag nach Epiphanie[1431 Jan. 8.] zu Nüremberg oder an dem Orte, wo der König sein wird, abzuhaltenden Tag, damit sie in-zwischen den Rat anderer Fürsten und Grafen einholen können. Kann der eine oder andere aus ihnenzu diesem neuen Tage nicht kommen, soll er sein Urteil versiegelt zu demselben einsenden. Perg. Or. mitdem Siegel des Ausstellers (50 mm D, IV C). Donaueschingen.

5) Wohl für diesen ülmer Tag vom 16. Nov. 1430 Hess sich Graf Hug von Werdenberg fol-gendes undatierte Rechtsgutachten anfertigen: Zu dem ersten ist ain frag, wie man erben solle oder mögelehen nach lehensrecht: sprechen die doctores, das ain erblehen nach kaiserlichem rechten bewise sich vndwere one end, die wile das lide vnd stamm were, also das das von dem vatter erbt vff den son, von demson ouch vff sine kind vnd kindeskind für sich zu faren in dem stammen one ends; wann das aber ist, dasainer abgeet von tod, der nit libs erben hat, nach dem vnd vorgeschriben steet, also das er nit kindernoch kindes kinder hett etc., dann so geuallen sine lehen sinen vettern, bruderkindern oder vetterskindern,die mit ime gefründt sin, biß vff das sybend lid vnd nit wytter noch verrer, als man das geschribenvyndt in dem buch der lehen a ), et de graduum successione cap. vnico b ), besonderlich so schribt Ostiensis °)in siner summ von den lehen cap. „qualiter"; aber es spricht der Speculator d ), das man in dem erbe derlehen kain gewiss regul nit gegeben mag, vnd das vmb wegen mangerlay gewonheit ains yglichen landesvnd vmb vil geding vnd anderer Sachen willen, des man dann pfligt, wann man lehen liht, wann in gedingevnd nach gewonheit lehen zu lihen, das bringt gesetzt, das ist ain recht, wann in erb der lehen ist aingewonheit ains yglichen landes für ain recht zu haben vnd sol ouch darfür gehalten werden; es sol ouch vndist das schuldig zu halten ain prineeps, das ist ain kaiser, solich herkommen gewonheit, als man das ge-schriben vyndt „qui studet dare possif e ). Es ist ain ander frag, wann zweschen dem lehenherren vnd demman zwaytrecht ist, wer darvmb erkennen solle: spricht Jo. An. *) in cap. „ceterum de judieiis": Ist, dassoliche lehen hertzogen, grauen oder banerherren antreffen vnd berüren, so sollen solich hertzogen, grauenoder banerherren, die da soliche lehen haben, rechten vnd richter sin in solichen sachen, also ist er aingraue, so sollen grauen sitzen, deßglichen ist es ain bänerherre, so sollen banerherren sitzen etc. oder irglichen, als das schriben die zwen maister Ostiensis vnd Innoc. in dem genanten cap. „ceterum de judieiis",vnd sollen da richten nach aines yglichen landes gewonhait vnd besonderlichen nach gewonhait vnd her-komenheit der lande vnd gegent, in den die gut vnd guter gelegen sin, darnach man sprechent ist, als dasdann schriben die doctores vnd beschliessen in rubrica „de consuetudine et in specie de feriarum petitione §,sed pone". Item ist ain frag, wie ain Swäb erben möge sypp halben vnd süss: Antwort: der Swäb nympthergewant vnd erbe fber die sybenden syppe, als verre er yemer gerethen kan, das ime der man vonswertzhalben zu geborn sy, oder als verre er gezügen mag, das ainer siner vorfarn hergewant genomenoder gefordert habe vor gericht (in dem Sahssenspigel im ersten buch 12. capitel) s). Item das riche vnddie Swabe mögen sich nit versumen erb zu nemmen, die wyle sie es herzügen mögen, das recht gab inkaiser Karle h ), das beschach vor Rome by den zyten, da die Römer babst Leo hetten herblendet, der was

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