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2 (1890)
Entstehung
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112
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112 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

Zur I. Lieferung gönne man uns noch einige Zusätzeund Ergänzungen.

Im Hause Ritterstrasse No. 36 (Seite 11) starb 1830der Hofkammerdirector Franz Freiherr von Col-lenbach.

Zum Hause Altestadt No. 11 (Seite 13) erhalten wirvom Abgeordneten Dr. Krebs folgende Mittheilung ausseines Vaters Johann Krebs Notizbuche: „Ich kaufte1812 das ehemalige Corstische Haus in der Altestadt für18000 Franks und baute ein dreistöckiges Hinterhausdran." — „1813 kamen die Alliirten Preussen und Russenam 11. November in die Stadt, dass fast alle mittel-mässigen Bürger von der Einquartirung aufgefressenwurden, so dass ich 36 Mann 6 Wochen beherbergenmussle, und so dauerte es bis zum Uebergange desRheines und nachdem zwar gelinder mit der Beher-bergung fort."

Aus No. 13 in der Altestadt verlegte 1814 Bäckerund Gastwirth Bernhard Müller seine Gastwirthschaftnach der Neustrasse am ehemaligen Flingerthor in dasgrosse Eckhaus.

Zur Ratingerstrasse. Im Gartenhause von No. 11und 13 wohnte und starb 1837 Professor Schaefer vonder Kunstacademie. In No. 17 starb 1837 Oberbürger-meister Custodis, das Haus kam nun zum Verkauf.

1837 besass das Haus No. 31 Johann GottfriedGabriel van Hees, dessen Erben es in eben diesemJahre verkauften.

Das Haus No. 43 (Seite 34) war das von AmmonscheHaus, das 1836 zum Verkaufe stand. Kriegsrath Johannvon Ammon, Grossvater des verstorbenen Malers Pro-fessor Wilhelm Camphausen, ist am 6. April 1836 indiesem Hause gestorben. Hier wohnte auch zur ZeitSe. Durchlaucht Prinz Wilhelm von Solms, bei demPrinz Bernhard zu Solms-Braunfels Wohnung nahm,,wenn er zum Provinzial-Landtag nach Düsseldorf kam.

Als 1839 Freiherr von Weichs das Haus No. 18(Seite 39) verkaufte, kam auch die sehr bedeutendevon Weichs'sche Gemäldesammlung unter den Hammer.Am 17. Juni 1839 und folgende Tage wurden Gemäldevon Rubens, Ostade, Dow, Steen, Terburg, Wouver-raann, Hobbema, Rembrand, Vinkenboom, Holbein u. A.verkauft.

Nach No. 20 (Seite 40) verlegte 1830 der Gold- undSilberarbeiter Friedrich Nahrath sein Geschäft.

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