Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

Lotterie-Collecte. Das Haus geht bis zur Wallstrassedurch. Jetzt besitzt es Alexander Ciani.

Das Haus No. 13, das früher in zwei Hälfte getheiltwar, gehörte um 1810 der Gertrud Schwickartz, 1858ist es im Besitze der Geschwister Wilhelmine und Elisa-beth Schaefer.

No. 15 gehörte den Eheleuten Dautzenberg, derenTochter Maria Anna den Ritter Gabriel Grupello gehei-rathet hatte. Am 18. April 1720 verkauften „die hoch-edle und hochvornehme Frau Elisabeth Bourscheid,Wittib des weiland Herrn Doctoris Dautzenberg IhroChurfürstlichen Durchlaucht zeitlebens gewesener Rathund Advocat fisci, sodann Chevalier Gabriel de Grupello,Ihro Kays, und in Hispanien Königs-Majestät Statuary unddessen Frau Maria Anna Dautzenberg" dem RütgerHelmont das Haus mit Hinterhaus und Garten. 1785war ein gewisser Olbertz Besitzer des Hauses, späterhinAbraham Jonas. 1858 war August Behrens Eigen-thümer, jetzt ist es Wilhelm Griebel, Kleidermacher.

Daneben, in No. 17, hiess es „im Morian". 1712verkaufen die Eheleute Hofrath Wilhelm Daniels undElisabeth Franziska Contzen den Morian an JohannA. Lautenschein, den 1742 Johann Lautenschein inruinösem Zustande an Adolf Brochausen veräussert.Brochausen liess das Haus sofort neu aufbauen. CasparBrochausen, unter dem 1783 das Haus „zu den dreiMohren" genannt wurde, war der Grossvater der Ge-brüder Rowet, denen das Haus auch bis vor Kurzemgehört hat. Oberhalb der Hausthüre befindet sich nochein Männchen mit Pfeil und Bogen und der Jahreszahl 1782.Im Mai 1836 eröffnete im Morian Jacob Sehwengersseine Wirthschaft und Bäckerei. Heute besitzt es derBäcker und Wirth Johann Glasmacher.

Das Haus No. 19 verkaufen 1752 die Erben Zintelerzu 2 / 3 an die Eheleute Niederwald, Vs besass WittweKarsch und 1772 steigern die Eheleute Lieber das demProcurator Niederwald gehörige Haus an. Es gehörtebis in die Neuzeit der Familie August Lieber zu.

Bei dem nun folgenden Hause No. 21, das jetzt Eck-haus der Flinger- und Mittelstrasse ist, früher aber andas Kapuzin er kloster angrenzte, müssen wir uns etwaslänger aufhalten, da wir es hier mit einem merkwürdigenStück Düsseldorfer Erde zu thun haben. Dieser jetzt durchdie Erbreiterung der Mittelstrasse um ein nicht geringesverkleinerter Hauscomplex bildete mit den Häusern No. 1und 3 der Mittelstrasse ein adliges Rittergut unter demNamen Düsselstein, während das Terrain nach der

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