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2 (1890)
Entstehung
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. 7

Hof". Jetzt ist es Polizei-Amt. — Es bleibt noch desalten Wahrzeichens der Stadt zu gedenken, der Statuettedes Lehrlings, der durch Hinzufügung von Metall denGuss des Reiterstandbildes vollendete, die Grupello selberauf der Spitze des Daches aufstellte. Aeltere Bürgererinnern sich noch der Figur, die eines Tages herab-genommen worden war und dann spurlos verschwunden ist.

Südliche Seite des Marktplatzes.

Das Haus No. 5 war schon vor 100 Jahren Gasthof.Zu Anfang dieses Jahrhunderts finden wir hier den Gast-wirth Peter Kemperdick thätig, später kam er in dieHände des Gastwirthen Christian Beeking, der ihn zuhoher Blüthe brachte. Es hiess hier „zu den drei Reichs-kronen". Vor etwa 20 Jahren erwies sich das Haus alsbaufällig, es wurde neu gebaut und zu andern wirth-schaftlichen Zwecken benutzt.

Neben dem Hause No. 5 lagen stadtwärts früher nochzwei Häuser, das eine „zum h. Nepomuk" genanntewiu'de zum Gasthofe gezogen, das andere war 1738 Eigen-thum von Heinrich von Deuren, kam kurz nachheran Wittwe Batius, die es 1744 an Peter Schmitz ver-kaufte. Die Tochter von Peter Schmitz und der ElisabethTrautnit verkaufte es 1775 an Burgwinkel.

Das stattliche Haus No. 6 ist vor einigen Jahrender Speculation zum Opfer gefallen. Es wurde miteinigen Häusern in der Rheinstrasse niedergelegt und anderen Stelle eine Glaspassage gebaut, die als Verkaufs-halle dienen sollte und dient. Das jetzt nicht mehrexistirende Haus war 1589 durch die Familie Kylmannneu aufgebaut worden, 1632 war Arnold Kylmann Be-sitzer, 1663 die Wittib Kylmann, die mit dem Ober-kellner Kylmann, Johann Wilhelm Kylmann, Conera undOtto Kylmann und dem Fürstlichen Maler Spilbergerhier wohnten. Während es 1730 Freiherr von Beverenbewohnte, besass es 1738 noch Hofkammerrath Kylmann,1744 war es schon „altes Kaffeehaus". Späterhin istdas Haus Eigenthum der gräflichen Familie von Schall.Der Geheimrath und Gesandte Graf von Schall ver-kaufte es 1785 für 5000 Rthlr. an den Gastgeber JohannFranz La Comblet und seine Frau Maria Anna Kicks,die auch schon früher dort zur Miethe wohnten. Im März1782 Hess Nicolaus Mori bei ihm zwei kleine Pferde,welche nur 34 Zoll hoch waren und über 200 Kunststückemachen konnten und 11 Stück rare Thiere, worunter einweisser Hirsch und verschiedene rare Vögel, sehen. —

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