Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

1 Thaler Miethpfennig, was ihm auch durch den Rent-meister Bernhard Kilmann bezahlt ist. Die Knechte undOberknechte, welche er nöthig hat, hat der Rentmeisterzu bezahlen . . . ." — Ergänzt und erweitert wurde dieserVertrag durch einen zweiten vom 8. März 1572, womitdem Meister Tuschmann der ganze übrige Bau übergebenwird. Er solle „die beiden Giebeln nach dem vorliegendenPlane, desgleichen das Mauerwerk am Thurm beständigaufmauern und reidmachen, auch das Werk wie dieGiebeln und den Thurm von oben bis unten an die Erdereinlich und lein abreiden, ausgenommen das Wappen,das in den Thurm kommen wird. Auch soll er die Treppemit den Hau- und Backsteinen und dem Lampet obendrüber her, wie es angefangen, so fortsetzen und reid-machen, dazu das ganze Gehäuse und die Gemächersammt dem Thurm, ausgenommen der Estrich, binnenfein und reinlich bewerfen und abreiden, Avie er ohnedemdie Busen der Schornsteine im ganzen Hause mit ihrenHeerden darunter machen muss. Er soll auch alles Bild-und Hauwerk hauen lassen. Für alle diese Arbeit erhälter 400 oberländische Gulden, ein Malter Roggen und einOhm 8-Hellersbier oder für die Ohm !/ 2 Malter Malz". —Zur Beschaffung des nöthigen Geldes musste die Stadt1572 nochmals die Gnade des Herzogs anrufen, wie sie1571 am 24. August von Byltgen von Wesels eine Summevon 125 Thaler „zu dem neuen Bürgerhausbau" borgte.(Die Actenstücke befinden sich im Archiv der Stadt).

Ein Blick auf das im städtischen Museum befindlicheBlatt aus der Jülich'schen Hochzeit von 1585, das denMarktplatz mit Rathhaus und anstossenden Häusern zeigt,belehrt uns, dass im Laufe der Zeit an dem stattlichenGebäude mancherlei Veränderungen vorgenommen wordensind; wir verweisen nur auf den Haupteingang, der damalsanders lag wie heute.

Selbstverständlich fanden auf dem Rathhause dieRathsversammlungen statt, doch auch, wie Oberst vonSchaumburg mittheilt, die Bankette, welche nach derBürgermeisterwahl, die am Stephanstage (26. December)eines jeden Jahres von den „Zwölfen" in der Lambertus-kirche erfolgte, abgehalten wurden. Die Zwölfe warenein engerer Ausschuss von Vertretern der Bürgerschaft.Die Frauen der Räthe und die Schöffen fehlten dabei nicht;eine Notiz von 1602 weist nach, dass an Männern undFrauen 58 Personen anwesend waren, die 53 Maass Weinä 20 Albus und für 14 Rthlr. Speisen verzehrten. Aberauch bei andern Gelegenheiten und bei jeder ausserordent-lichen Versammlung erhielten die Rathsherren freie Zechen;

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