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130 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.
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von Knapp über die Noth, in welche sein Haus bei dergrossen Ueberschwemmung 1784 gerieth. Wir lassen siehier wörtlich folgen: „Zur Nachricht. 1784 ist der Winterso streng gewesen, dass der Rhein von Coblenz bis Düssel-dorf 47 Tage an denen mehresten Orten bis auf den Grundbefroren gewesen; wärender Zeit ist auch häufiger undnach verschiedener Berechnung mehrerer Schnee gefallenals in 10 Jahren vorhin. Den 26. Hornung hat das Thau-wetter mit vielem Regen und Wind angefangen, den 27tenhat das Eis angefangen los zu gehen und dieses hat den28ten in der Masse continuirt, dass der Rhein, welcherin der Kälte viel tiefer als sein Bett gewesen, den 28tensich so erdehnet habe, dass schon um 9 Uhr der ganzeMarkt, gegen 11 Uhr der grösste Theil der Bolkerstrassebis an die Communicationsstrasse, um 3 Uhr meine Ein-fart und Hof überschwemmt gewesen; um 4 Uhr hat dasWasser dem Haustürpel gleich gestanden und ist diesemnach in die untern Zimmer eingedrungen, in welchemdasselbe 2 Rheinische Fuss 8 Zoll, auf dem Hof aber 0V2 Fussgestanden hat. Dieses hat fortgewäret bis den 29. Hornung,da das Wasser sich gegen 5 Uhr Abends verloren hat undin der Nacht auf den 1. März ganz verschwunden ist; imHof hat aber dasselbe zwei bis drei Tage länger gestanden."— Aus jüngerer Zeit wissen wir nur noch zu berichten,dass 1817 Wittwe Kapf ihre Fenster- und Holzglashand-lung hier betrieb und dass bei ihr der Geheime Regierungs-rath Hatzfeld wohnte, wobei wir nachtragen müssen,dass 1700 der Freiherr von Stael hier seine Wohnunggenommen hatte. Späterhin kam das Haus an die FamilieLingenbrink, jetzt besitzt es Familie Noss, aus derenHauschronik wir die Nachrichten entnehmen durften.
Im Hause Nr. 20 hiess es früher „zum goldenenPelikan", der 1654 dem Weinhändler Johann Bürgergehörte. 1738 suchen wir hier das Haus des Commerzien-rathes Georg Christoffel Fahimer, der mit Aleydavon Sontsveld aus Bredevort vermählt war. Fahimerwar ein hervorragendes Mitglied der hiesigen lutherischenGemeinde, bereits 1724 zählte er zu den Gemeinde-Aeltesten;im selben Jahre lieferte er 800 Rthl. Collectengelder ausHolland ab, im folgenden Jahre ging er zum Zweck einerCollecte nach Hamburg; ihm und seiner Frau wurdenwegen ihrer Verdienste um die Gemeinde besondereKirchenstühle unter der Gallerie zur lebenslänglichen Be-nutzung zuerkannt. Als 1734 Pastor Stohlmann starb,wurde Fahimer neben einem Andern Verwalter der Ge-meinde. 1760 starb Fahimer, nicht ohne der Pfarrgemeindezu gedenken. Er legirte ihr 500 Rthlr. und der von