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1 (1889)
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18
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

starke Viertelstunde,die eigenen Truppen

herzog zu sehen, der auch unter dem Donner der Kanonenkurz nach 10 Uhr unter dem Vorreiten der Garde d'honneur,die mit wirklich militärischer Haltung daher trabte, beidem Jägerhof ankam und über die im Hofgarten befind-lichen Truppen Revue hielt. Seine Königliche Hoheit, imstrengsten Hofcostüme, verweilte ungeachtet des ein-getretenen Platzregens wohl eineHess die französischen sowohl als

in Pelotons und anderen Feuern exerciren, äusserte gänz-liche Zufriedenheit über die Gewandtheit beiderseitigerTruppen. — Nach der Revue fuhren Höchstdieselben zurStadt und präsidirten dem Staatsrath, der erst nach1 / 2 3 Uhr beendigt war. Nach demselben kehrten SeineKönigliche Hoheit gleich wieder nach Benrath zurück,wohin unter andern auch der Chef des bergischen Ba-taillons Freiherr v. Roishausen zur Tafel begehrt war, einUmstand, den man als Beweis der höchsten ZufriedenheitSeiner Königlichen Hoheit mit der Haltung dieser Bataillonsaufstellt."

Um diese Zeit ging der Gasthof ein. Ihn bezogennun zwei Wittwen, Reichsgräfinnen von Hatzfelt,die jüngere mit ihrem einzigen Söhnchen. Dann wurdedas Haus unter dem Posthalter Gerlach Posthalterei.1817 befand sie sich noch dort, während die Ober-Post-direction unter Maurenbrecher bereits in der Benrather-strasse etablirt war.

Das Haus gehört noch dem oft genannten Rentnervon Bouverot.

Vom „Hof von Holland" bis zu Nr. 2 der Altestadtist nur ein Sprung; indessen gebietet es die Pietät, beidem Karmelitessenkloster eine Zeit lang zu verweilen,wenn es jetzt auch einer anderen Strasse zugetheilt ist.Das „Landsteuerbuch von 1632" zählt eine Reihe vonHäusern auf, die dort gestanden haben, durch die Ex-plosion des Pulverthurmes 1634 aber zerstört wordensind. Es sind dies das Haus von Joachim Offerkamp,das alte Schützenhaus und die Häuser der Meister Leon-hard Schneider, von Schwanenberg, Dr. Wilhelm Pabst,Secretär Velckers, das Haus im Schlüssel, Capper's Hausund Bernhard Steinbrink's Haus. Kurz nach dieserschrecklichen Katastrophe wurde das Karmelitessen-kloster gegründet. Es geschah von Cöln aus durchAnna von Knippenburg, die indessen hier auf grosseSchwierigkeiten stiess, so dass sie mehrere Jahre hindurchin bitterer Armuth verbringen und mit einem Zimmerchenauf dem Söller eines Hinterhauses der Freifrau von Bins-feld vorliebnehmen musste. Doch bald nahm der fiirst-