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haus nicht, im Jahre 1818 ging es in Konkurs.Bemerkenswert ist, daß die Diederichs erstmalseine Art Feilenfabrik, die sogenannte „NeueSchmiede" an der Schüttendelle errichteten ! ).In Abweichung von dem sonst üblichen haus-industriellen Verlagsisystem wurden in diesemeigenen Betrieb unselbständige Arbeiter unterAufsicht eines Meisters beschäftigt — eine fort-schrittliche Einrichtung, die mit dem Zusammen-bruch der Firma ebenfalls ihr Ende fand.
Unter den Teilhabern der Firma war JohannGottlieb Diederichs zweifellos der befähigsteKopf. Sein Unternehmungsgeist ging über denprivaten, geschäftlichen Bereich hinaus. In derNotzeit der französischen Herrschaft trat erschon früh als Sprecher der Remscheider undbergischen Kaufmannschaft auf. Im Jahre 1808wurde er von der französischen Regierung desGroßherzogtums Berg zum ersten Direktor bzw.„Maire" (Bürgermeister) der neugebildetenMunizipalität Remscheid — später auch zum„Arrondissements-Rat" — ernannt. In einemGutachten war Diederichs bescheinigt worden,daß er „mit vielen Kenntnissen die vorzüglicheEigenschaft verbinde, gern für das allgemeineBeste zu wirken . . .".
Als Bürgermeister bewies Diederichs Selbstän-digkeit des Denkens und Tatkraft vor allem beider Organisation des Straßenbaues, dessenDringlichkeit zwar in Remscheid niemand be-stritt, dessen Finanzierung aber ein unlösbaresProblem zu sein schien. Diederichs ging eigeneWege, indem er zu Einzelvereinbarungen mitvermögenden, am Verkehr interessierten Kauf-leuten zu kommen suchte. Er machte sich aberdurch sein eigenwilliges und unbürokratischesVorgehen Feinde, die es verstanden, ihn beider Regierung in Mißkredit zu bringen. Im Jahre1811 trat Diederichs verärgert von seinem Amtzurück. Jedoch schloß er noch im gleichen Jahrmit seinen Freunden, den Kaufleuten JohannGottlieb Böker in Vieringhausen und JohannArnold Halbach aus Müngsten ein Abkommenüber den Ausbau der Straße vom Dorf Rem-scheid nach Müngsten auf ihre eigenen Kosten.Dem Minister des Inneren schrieb Diederichs,
2 ) Schmidt, Charles: Die Industrie des Groß-herzogtums Berg i. J. 1810 — Beitr. z. Ge-schichte des Niederrhein's. 19. Bd. Düsseldorf1905, S. 90.
Diederichs, August: Ein seltenes, ja wunder-bares Lehrerleben. Bonn 1916, S. 11.
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