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ist in den bisherigen Veröffentlichungen aus Bibliotheken und überEinbände schon so vielerlei Material bekanntgemacht, daß es jetztschon unmöglich ist, alles ohne weitere Hilfsmittel zu übersehen.Gerade die gedruckte Literatur leistet aber insofern der weiteren For-schung bessere Dienste als ein Inventar, als durch die Abbildungen diezerstreuten Originaleinbände an einer Stelle gemeinsam betrachtetwerden können. Die Zahl der Abbildungen aber geht in viele Tau-sende, und nur in seltensten Fällen sind die sachlich zusammengehöri-gen Einbände in Abbildungen vereinigt, wie etwa in der Monogra-phie über Krause. Hans Loubier hat deshalb angeregt, ein Verzeich-nis der Abbildungen herzustellen, um damit alles bildlich erfaßbareMaterial bequem benutzbar zu machen. Ein solches „Repertoriumder Bucheinbandabbildungen" ist in Vorbereitung; es wird seiner-seits den Bucheinbandkatalog dadurch unterstützen können, daß es denKatalogbearbeitern das Vergleichsmaterial nachweist; und es wirdIrrtümer in der bisherigen Literatur an den Tag bringen, indem es demSpezialforscher die bisherigen Zuweisungen in den Gesichtskreisführt.
Ausgangspunkt der Loubierschen Anregung waren die jeweils dasganze Gebiet des historischen Einbandes umfassenden zahlreichenPublikationen aus den großen Sammlungen. Neben dem vielen gleich-artigen Material, das aus diesen Veröffentlichungen zusammengetra-gen und verglichen werden kann, bedingen Entstehungsort und Er-werbungsmöglichkeiten der einzelnen Sammlungen Verschiedenhei-ten des vorhandenen Einbandmaterials, die in gegenseitiger Ergän-zung erst ein wirklich annähernd vollständiges Bild der Gesamtent-wicklung geben können; vor allem die landschaftlichen Besonder-heiten lassen sich erst bei solcher Zusammenschau von dem allgemeinÜblichen abtrennen und zur näheren Bestimmung heranziehen. Fürserste kann hier ein Repertorium der Abbildungen helfen; aber einewirkliche Gewähr gibt erst ein Gesamtkatalog der Einbandbeständealler Bibliotheken. Eine der reichsten deutschen Sammlungen, dieder Münchner Staatsbibliothek, ist z. B. noch nicht mit einem um-fassenden Einbandwerk hervorgetreten; auch von den Reichtümerndes Buchmuseums in Leipzig vermittelt die Literatur nur ein blassesAbbild. Der Forscher muß also über die Literatur hinaus die wich-tigsten Sammelstätten kennen.
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