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lungert einwandfrei auf Leder anzubringen, das seinerseits seinenZweck verfehlte, wenn es der schutzbedürftigste Teil des Bucheswurde. Als Zeichen großer Kunstfertigkeit werden diese Einbändezwar oft bewundert und sind deshalb auch noch nirgends ausgestor-ben, aber ihr künstlerischer Wert wird stets da angezweifelt werden,wo sie den Formgesetzen des Bucheinbandes widersprechen. Auch dieseSchmuckart ist sehr bald vom Verlegereinband aufgegriffen wordenund hat, von den Sattlerschen Entwürfen für die Reichsdruckerei an,viel Brauchbares entwickelt; die Massenherstellung solchen Einband-schmuckes steht unter anderen Gesetzen; man kann sich an vielenmodernen Verlegerbänden überzeugen, daß die Wirkung bildlichen,dem Inhalt entnommenen Schmuckes vor allem auf Leinenbänden,künstlerisch einwandfrei ist. Ganz unberechtigt aber ist der Kampfgegen den bildlich geschmückten Schutzumschlag als angeblichenMißbrauch zu Plakatierungszwecken.
Die mildere Form der äußeren Andeutung des Inhaltes, die den Auf-gaben des Einbandes mehr entspricht als jede andere Schmuckweise,ist der symbolisierende Einbandschmuck. Während Symbole und Em-bleme auf dem historischen Einband sich bemühten, eine Beziehungzum Besitzer herzustellen (was in einfachen und sehr raffiniertenFormen auch heute noch vorkommt), gilt das Streben des modernenBuchbinders der Andeutung des Buchinhaltes. Gemäß der Aufgabedes modernen Einbandes müßte jeder Einband, der versucht, inkünstlerischer Form auf den Inhalt vorzubereiten, in gewissem Sinnesymbolisch sein, und man kann das Bemühen an den Einbänden ver-schiedenster Art beobachten, von der stilisierten Verwendung einesdem Inhalt entnommenen Motivs über die symbolische Darstellungder Haltung des Buches (dunkle Farben für ernsten Inhalt), die Er-zeugung einer die Lektüre des Buches vorbereitenden Stimmungdurch den Einbandschmuck (was man als die höchste Leistung dessymbolisierenden Einbandes bezeichnen kann) bis zur schriftlichenInhaltsangabe in künstlerischer Form, deren symbolischer Charakteruns heute freilich kaum mehr bewußt ist. Vom Geschmack des Buch-binders ebensosehr wie von dem Einfühlungsvermögen des Bücher-liebhabers hängt es ab, wie weit im einzelnen Fall die Symbolisierungals gelungen zu betrachten ist.Grenzen sind dem Kunstbuchbinder aber auch von der Buchform her
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