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leichter) dazu verwendet. Die Hauptlast fällt bei solchen Einbändendem Bezugsstoff zu; seine Festigkeit muß ersetzen, was an der Pappen-stärke fehlt. Einbände dieser Art widersprechen den Regeln überdie Stärke der Deckel im Vergleich zur Schwere des Buchblocks.Ihre Anwendung ist daher stets ein Wagnis; überwiegend findetman den flexiblen Einband bei kleinen Formaten, die auch im Stehennicht so schwer sind, daß sie die Deckel außer Form drücken; dabeisind es auch meistens Werke, die in der Tasche sich besser anschmie-gen sollen, und auch dafür müssen ja die kleinen Formate bevorzugtwerden. Der flexible Einband ist bei der Lektüre besonders bequem,aber auch wieder nur bei handlichem Format. So erklärt sich diebevorzugte Anwendung für schöne Literatur; deutsche Verlegerbringen flexible Einbände von Leinen und Leder vor allem bei Dünn-druckausgaben. In früherer Zeit ist hauptsächlich in den romanischenLändern bei Pergamentbänden die flexible Art behebt gewesen.
Das Zuschneiden der Deckel kann erst nach dem Beschneiden desBuchblocks geschehen, da vorher die genaue Größe der zu bedecken-den Fläche unbekannt ist. Nur beim steifbroschierten Buch könnenDeckel und Buchblock gleichzeitig beschnitten werden, voraus-gesetzt, daß der Überzug nachträglich angebracht wird oder ganzwegfällt. Der griechische Einband ist außerdem der einzige mit nichtüberstehenden Deckeln; freilich bedeutet das bei diesen Einbändenkeine Vereinfachung in der Herstellung; denn die Holzdeckel müssenin jedem Fall auf die durch den Buchblock bestimmte Größe einzelngeschnitten werden. Für das Zuschneiden der Deckel verwendetder Handbuchbinder die Pappschere, die Großbuchbinderei die Pap-penschneidemaschine, die mit rotierenden Messern gleichzeitig meh-rere Streifen aus den Bogen von Pappe schneidet und diese Streifenin gleichen Abständen teilt. Bei der Bestimmung des Formates istzu berücksichtigen, wie tief der Falz werden soll; und dafür ist dieStärke der Pappe mit maßgebend. Auch die etwaige Rundung derEcken, jetzt nicht mehr beliebt, obwohl sie bei vorsichtiger An-wendung ohne ästhetische Beeinträchtigung dem Verbiegen derspitzen Ecken vorbeugen kann, ist gleich beim Zuschneiden zu be-rücksichtigen. Aus all dem erklärt sich, wie schwierig, ja beinaheunmöglich es ist, eine Originaldecke für ein Lieferungswerk oder
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