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ja materialgerechter erscheinen als die einheitlich gebundenen Ganz-bände. Dies wird mehr bei den gebrechlicheren Materialien deutlichals bei Leder oder Pergament. Deshalb wird ein Ganzpappband erstdann größeres Zutrauen finden, wenn er, sichtbar oder verdeckt, anKopf und Schwanz verstärkt ist. Selbst an Leinen- und Halbleinen-bänden war es vielfach üblich, diese Stellen mit Pergament zu unter-legen. Eine gewisse Verstärkung findet man häufig auch am künst-lerischen Lederband mit dem „Häubchen". Es ist dies ein über dasKapitalband umgeschlagenes Stückchen vom Bezugsleder, wodurchdie Enden des Rückens als kleine Flächen erscheinen. Auch diesekleine Fläche pflegt Schmuck zu erhalten.
Der technisch gute Rücken paßt in Größe und Stärke genau zudem Buchblock und den Deckeln. In der Höhe muß er genau mitder Deckelhöhe übereinstimmen; in der Breite die Rundung desBuchrückens voll umspannen. Die Stärke muß der Schwere desBuchblocks und der voraussichtlichen Benutzung entsprechen. AuchGanzpappbände überdauern Jahrhunderte, wenn sie richtig gearbeitetund bei den richtigen Büchern angewendet sind. In vielen Biblio-theken stehen die Rücken der Pappbände des 18. Jahrhunderts bei-nahe noch im ursprünglichen Glanz, während die Lederbände ausdem 19. Jahrhundert recht zerschlissen aussehen.Da der Rückenbezug auch auf die Deckel übergreift und über diesenach innen eingeschlagen wird, ergibt sich eine Rückenverstärkungan Kopf und Schwanz durch den auch über den Rücken greifendenEinschlag von selbst. Nicht in allen Fällen genügt aber der Bezugsstoffallein, um alle Aufgaben des Rückens zu erfüllen. Hier scheiden sichfester und hohler Rücken. Beim festen Rücken kann der Bezugsstoffunmittelbar auf den Buchrücken geklebt werden, ohne daß dieHaltbarkeit leidet; diese Rückenart ist die ältere und beim gutenLederband auch jetzt vielfach geübte; auch bei Pergamentbändenwurde sie angewendet; Leinenrücken dagegen werden nur bei Bro-schüren direkt auf den Buchblock geklebt; Pappbände kommenüberhaupt nur mit hohlem Rücken vor. Das Buch mit festem Rückenläßt sich nicht leicht glatt aufschlagen; der Rücken bekommt mitder Zeit Falten; der Schmuck wird durch die viele Bewegung be-schädigt und die Rundung verliert sich allmählich. Deshalb erfreutesich der hohle Rücken, seit Jahrhunderten bekannt, längst steigender
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