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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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Der Raum für den Titel ist vielfach schon durch die Einteilung desRückens in Felder vorgezeichnet. Der Einband auf echte Bündeteilt den Rücken in ein Feld (entre-nerf) mehr, als Bünde vorhandensind. Meist wird das zweite Feld von oben für den Titel verwendet;die Bandzählung findet man fast stets in einem tieferen Feld. DieEinfügung farbiger Schildchen in die für Titeldruck bestimmtenFelder ist so alt, wie diese Felder selbst und findet sich ebenso beimLeder- wie beim Pappband. Die Schilder sind von Papier oder vonSpaltleder (da sie nicht auftragen sollen). Notwendig sind solcheSchilder bei EinbandstofFen, die sich nicht zum Titeldruck eignen,etwa Naturleinen, und bei Farben, von denen sich der Golddrucknicht genügend abhebt. Bei Pappbänden ist im 18. Jahrhundertviel in der Weise gesündigt worden, daß für diese Schildchen geradedie ungünstigsten Farben gewählt wurden. Um Registerbände auseiner Reihe herauszuheben, um verschiedene Reihen einer Zeit-schrift zu unterscheiden, empfiehlt sich die Verwendung farbigerTitelschildchen sehr.

Die Einteilung in Felder ist von dem Einband auf echte Bünde auchauf den Einband mit glattem Rücken übertragen worden. Teils inAnlehnung an den guten Einband, teils aus dem künstlerischenBedürfnis einer Flächenteilung heraus ist der Rücken mit Quer-linien versehen worden, die eine ähnliche Einteilung vorspiegeln,wie sie durch die Bünde bewirkt wurde. Auch über die Bünde wurdenoft noch Linien von Fileten gedruckt; nach dem Einrücken der Bündein den Buchblock sind diese Linien gebheben. Normalerweise teiltman heute in fünf Rückenfelder, deren zweites für den Titel, derenviertes für die Bandzählung vorgesehen ist.

Der moderne Einband kennt verschiedene Möglichkeiten der Zählung.Von Frankreich her ist die Bandzählung mit Sternchen statt mitZahlen übernommen worden; auch auf andere ähnliche Finessen(ein und zwei Herzen z. B.) ist der Verlegereinband schon verfallen.In ein anderes Gebiet gehört es schon, wenn die einzelnen Hefteeiner Zeitschrift durch fortlaufende Vermehrung um einen Punktauf dem Rücken der mechanischen Ordnung den größten Vorschubleisten, was ja dem Buchbinder beim Kollationieren sehr zugutekommt. Andere Mittel noch sind vom Kunstbuchbinder ersonnenworden, um die gleichmäßig-eintönige Zählung in ein wechselvolles

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