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Zuverlässigkeit wegen und weil darin die Einbandkunst als Teilder Geschichte des Buches behandelt wird: Svend Dahl, „Geschichtedes Buches" (Leipzig 1928).
Früher und reichhaltiger als in Deutschland fand der schöne Buch-einband in den Landern der großen Bibliophilie, Frankreich undEngland, seine historische Bearbeitung. In England sind drei Namenvor allem zu nennen: Miß S. T. Prideaux, W. S. Brassington undW. Y. Fletcher. Von Miß Prideaux erschien 1893 „An historicalsketch of bookbinding", nachdem sie zwei Jahre vorher für die Aus-stellung des Burlington Fine Arts Club schon eine kurze Geschichtedes Einbandes geschrieben hatte, zusammen mit E. G. Duff, derauch ihren Sketch um ein Kapitel bereicherte. Während Miß Prideauxden Stoff soweit es möglich ist, schon zu einer Entwicklungsgeschichteauszuwerten sucht, ist die Geschichte, die Brassington fast gleich-zeitig vorlegte („Ahistory of the art of bookbinding", London 1894)mehr eine fleißige Anhäufung des bekannten und damals neuenMaterials. Die Arbeiten von Fletcher berücksichtigen nur die großenQualitäten, auf Grund der Bestände des Britischen Museums, aufdie Hauptländer des Einbandes, Frankreich und England, beschränkt.Eine Geschichte des Golddruckeinbandes, die noch zu nennen ist,weil sie durch eine zweite Auflage (1925) die neueste zusammen-fassende englische Arbeit geworden ist, gibt H. P. Hörne in seinemBuch „The binding of books" (London 1894).In Frankreich haben sich die ausübenden Kunstbuchbinder, dieBuchhändler und Bücherliebhaber, am wenigsten ausgesprocheneGelehrte der Geschichte des Einbandes mit großem Erfolg ange-nommen. Vornan steht Leon Gruel, dessen „Manuel historiqueet bibliographique de l'amateur de reliures" P. 1. 2. (Paris 1887und 1905) heute noch viel zu Rate gezogen wird, wenn es auchvieler Verbesserungen bedürftig ist und oft der wissenschaftlichenDurcharbeitung entbehrt; es ist als Nachschlagewerk eingerichtet,alphabetisch nach den Namen der französischen Buchbinder, fußtjedoch in der Hauptsache auf den eigenen Einbandsammlungen desVerfassers und auf den ihm bekannten Beständen Pariser Biblio-theken und Bücherliebhaber. Sorgfältiger haben Marius Michel,Vater und Sohn, ihre literarischen Werke bearbeitet; der jüngerestarb hochgeachtet als einer der größten Buchbinder der neuesten
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