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Eine zusammenfassende Darstellung der für die Großbuchbindereinötigen Kenntnisse kommt aus dem Land der großen Auflagen,aus Amerika: John J. Pleger, „Bookbinding" (Chicago 1924). Daauch der größte Betrieb die Handarbeit nicht entbehren kann,fehlen in der Darstellung auch diese Techniken nicht. In Deutsch-land hat sich hauptsächlich Hermann Nitz, Direktor in der Olden-bourgschen Großbuchbinderei, dieser Fragen angenommen: „DieOrganisation einer neuzeitlichen Verlagsbuchbinderei" ist daswichtigste seiner einschlägigen Bücher. Auch über die buchbinde-rischen Materialien hat er seine reichen Kenntnisse gedruckt vor-gelegt; und als Abschluß dieses großen Lehrbuches der für denVerlagsbuchbinder nötigen Wissensgebiete ist 1931 sein mit denProspekten der einschlägigen Firmen ausgestattetes Werk „Diemaschinellen Produktionsmittel der neuzeitlichen Verlags- und Lohn-buchbinderei" erschienen. — Es geht nicht an, diese Literaturüber-sicht noch weiter in Einzelheiten hin fortzusetzen; wo es nötig ist,wird im Text auf die wichtige Spezialliteratur hingewiesen werden.
Die Darstellungen des künstlerischen Einbandes sind überwiegendhistorisch; und die Zusammenfassungen der Einbandgeschichte be-fassen sich fast ausschließlich mit dem künstlerischen Einband. Sokommt es, daß für Einbandkunst und Einbandgeschichte fast diegleiche Literatur zu Rate zu ziehen ist und wenigstens in dieserkurzen Übersicht des Wichtigsten gemeinsam behandelt werdenkann. Allen voran ist hier ein Name zu nennen, ohne den die Orien-tierung auf dem Gebiet der historischen Einbandkunde in Deutsch-land kaum mehr denkbar ist: Hans Loubier, der Forscher, der dieEigenschaften des Bibliothekars und Museumsbeamten mit denendes Volksbildners aufs schönste vereinigte, wirkte mit seinem Hand-buch „Der Bucheinband" (Monographien des Kunstgewerbes, Bd. 10,Leipzig 1904) bahnbrechend; es war die erste wissenschaftlich fun-dierte, gut illustrierte, für weite Kreise berechnete, verständlich ge-schriebene und bald unentbehrliche Geschichte des europäischenEinbandes und seiner Zierweisen, der übrigens auch eine Skizze derTechnik vorausgeschickt war. Welch eine Lücke dieses Buch aus-füllte, kann man ermessen, wenn man vergleicht, auf welche Lite-ratur sich Rud. Kautzsch (im Vorwort zu dem Sammelwerk „Die
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