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und wird es für absehbare Zeiten bleiben. Solch wichtiges Gefäß,das Dauer haben soll und dabei seinen Zweck je besser erfüllt,je mehr es gebraucht wird, darf nicht zu zerbrechlich sein. Dem Buch-binder ist die Aufgabe anvertraut, diese dauerhafte Schale herzu-stellen. Aller Einbandschmuck, der den Einband hindert, seinenZweck voll zu erfüllen, der etwa Nachlässigkeiten der Technik be-dingt oder besondere Behandlung beim Binden ohne Rücksicht aufdie Forderungen der Technik verlangt, ist verwerflich. Eine all-gemeine Regel, wo die Grenzlinie hegt, gibt es nicht. Dazu sind dieZwecke, die zu beachten sind, viel zu mannigfach. Dauerhaftigkeitund Sicherheit des Einbandes stehen in ganz verschiedenem Ver-hältnis beim Buch des privaten Sammlers und dem der öffentlichenBibliothek; die Schwere des Buches bedingt bei verschiedenenWerken verschiedene Rücksicht beim Binden. Die Art der Auf-bewahrung kann für die Wahl des Einbandschmuckes ausschlag-gebend sein; dies ist z. B. für die Beurteilung von Einbänden mitSchließen wichtig. Zu verschiedenen Zeiten ist die Würdigung ein-zelner Werke verschieden gewesen und damit auch die Ausführungdes Einbandes. Die Industrie, die am Ende des 19. Jahrhunderts diegaufrierten Lederbände herstellte, tat damit einen Mißgriff, selbstwenn sie schöner gewesen wären; denn man konnte diese Bändenicht in die Reihe stellen, ohne sie zu beschaben. Solche Beispielegibt es tausende. Das eine soll genügen, um zu zeigen, wie eng dieFragen des schönen Einbandes mit denen des zweckmäßigen ver-knüpft sind, um zu lehren, daß in jedem Falle die Einzelheiten derTechnik so geläufig sein müssen, wie die Prinzipien der Schönheit,und daß historische Kenntnisse für den Ausgleich beider Elementevorbildliche Lösungen aufzeigen können. Für all diese Fragen solldie „Einführung" die Grundlagen vermitteln. Wer Einbände be-urteilen will, dem müssen die Forderungen der Einbandtechnik ge-läufig sein; er muß aber gleichzeitig einen Bück für die Schönheitdes Einbandes haben, er muß aus einer Kenntnis der Grundlagenheraus die jeweils gravierenden Faktoren gegeneinander abwägenkönnen, muß wissen, wo er Gleichartiges oder Ähnliches findenkann, das er zum Vergleich heranziehen könnte.Dies Kombinieren wird von Fall zu Fall Aufgabe dessen sein, dermit Einbänden zu tun hat. In diesem Buch aber, das zu den dafür
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