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Durch die topographische Lage des durch die Traceeingeschlossenen Terrains konnten die Befestigungswerkeder Stadt nicht in gleicher Höhe gelegt werden, weil das ander nordwestlichen Seite derselben gelegene Terrain nichtunbedeutend höher lag als das nach den übrigen Rich-tungen hin sich erstreckende. An der nordwestlichenSeite war das ausserhalb liegende Terrain überdies nochunvortheilhaft beschaffen, da es von der Stadt ab anstieg;ein Umstand, wodurch diese im Falle einer Belagerungsich in Nachtheil befand. Diese nachtheilige Terrainlagemusste durch die Anlage vermehrter Fortificationswerkeausgeglichen werden, da die Höhenlage keine mit Wasserzu füllende Gräben, wie solche an den übrigen Seiten sichbefanden, zuliess. Es musste daher die Vertheidigungtheils durch trockene, theils mit Wasser gefüllte, soge-nannte nasse Gräben bewerkstelligt werden, welche letz-tere bedeutende Vortheile den erstem gegenüber voraushatten. Die Füllung der letzteren Gräben mit Wassergeschah durch den Pau- und den Johannisbach.
Das Prinzip, welches der Befestigungsanlage zu Grundegelegt wurde, war das der Befestigung in der Ebene.Dasselbe erheischte eine hinreichend starke Mauer, welchedurch einen davorliegenden Graben und Vertheidigungs-thürme geschützt war. Rings um die zu vertheidigendeStadt wurde daher die Wallmauer gezogen, deren Unnah-barkeit durch den vor derselben liegenden Graben bewerk-stelligt wurde. An der Wallmauer stehend und mit der-selben verbunden, wurden die Thürme angelegt. DieFortificationsregeln verlangten, dass die Thürme nicht überzwei Pfeilschussweiten von einander entfernt standen, weilsonst in der Mitte zwischen beiden ein unverteidigter,sogenannter schwacher Punkt entstanden wäre; auchmussten die Thürme so hoch sein, dass sie das vor derStadt liegende Terrain dominirten. An den Stellen, wodie Gräben mit Wasser gefüllt wurden, legte man keine