IV
Augen, aber auch das nicht mehr Vorhandene zu ergänzen,war nicht schwer, da die Erkenntniss des Prinzips undder Weise der Verteidigung, wie diese in unserer Stadtgeschah, mir den Schlüssel zum Verständniss gaben. —Um die Beschreibung der Hochbauten der Befestigung sokurz als möglich zu fassen, habe ich mich veranlasstgesehen, mehrfach auf ähnliche Anlagen, die ich vorherbesprochen, zu verweisen.
Zum Studium der städtischen Archivalien fehlte mirdie nöthige Zeit, und die wiederholten Bitten um Mit-theilungen aus dem städtischen Archiv hatten nur dieUebermittelung weniger, meist kurzer Notizen zur Folge,deren Inhalt mir jedoch grösstenteils schon bekannt war.
Die kriegerischen Streitigkeiten der Stadt habe icheingeflochten, um das Kriegswesen der verschiedenenZeiten in etwa zu veranschaulichen. Eine Geschichte
derselben zu geben, lag nicht in meiner Absicht.
Die
Ausführungen über die einen vollständigen Umschwungim Kriegswesen hervorrufenden Feuergeschütze glaubteich bringen zu müssen, um die Tragweite dieser Verände-rungen für die Befestigung unserer Stadt besser vorAugen führen zu können.
Die Planzeichnung der Befestigungen habe ich beige-fügt, um die Lage dieser zur Stadt näher darzustellen.Die Abbildung von Pontthor gibt ein allgemeines Bildder ehemaligen Thore der Stadt mit ihren Vorbauten.
Selbstredend erhebt das vorliegende Schriftchen keinenAnspruch auf völlig erschöpfende Behandlung seinesGegenstandes ; eine solche war ein Jahrhundert nach