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Ueber zwei Fälle von Hemicephalie
Entstehung
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und bildet eine Anzahl in die Substanz des Mesodermseingesenkter Falten, die sich dort abschnüren und dieForm von unregelmässigen geschlossenen Höhlen undGängen erhalten. Tritt später das Fruchtwasser auf,so kommt in Folge der dadurch bedingten teilweisenZerstörung der entblössten Medullarplatte das daruntergelegene Mesoderm in unmittelbare Berührung mit demFruchtwasser. Später giebt dieser Teil des Mesoderm'sdie Anlage der Hirnhäute, welche in sich jene cysten-förmigen, markähnlichen Massen einschliessen, als derenAusgangspunkt die beschriebenen abgeschnürten Schläucheder Medullarplatte zu bezeichnen sind. Lebedefflegt also die Entstehung der Hemicephalie ganz frühin die ersten Stadien des embryonalen Lebens. Ent-weder unterbleibt nach ihm die Bildung des Medul-larrohrs an dieser Stelle gänzlich, oder es wird wohlein vollständiges Medullarrohr gebildet, die Decke des-selben plattet sich im sagittalen Durchmesser ab undzerfällt.

Arnold hält die abnorme Entwicklung der Me-dullarplatte für die primäre, die Gystenbildung für diesecundäre Erscheinung. Die primäre Heterogenesie derMedullarplatte hinwiederum hat ihre Ursache in einerAplasie der Amnionkopfkappe. Wir haben hier alsoeine Gombination von der P er ls'sehen und Lebe-deff'schen Theorie.

St rassmann führt viele Fälle von Hemicephalieund Hydrocephalie auf Amnionverwachsungen zurück,zu einer Zeit wo die Schädelhöhle noch nicht geschlossenist. Der Schluss des Kanals wird gehindert; durch An-sammlung von Flüssigkeiten entsteht Hydrocephalie.Beim Platzen des Hydrocephalus entsteht dann Anen-cephalus und weit offene Spinae bifidae. Strass-mann giebt auch die Möglichkeit zu, dass die Hydro-