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Ueber zwei Fälle von Hemicephalie
Entstehung
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noch all zu wenig entwickelt ist, um einen Druck vondiesen Resultaten ausüben zu können. Vielmehr scheintdie Ansicht Müllers die richtige zu sein, welcher inden Fällen, wo sich thatsächlich Amnionverwachsungenam Schädel von Hemicephalen vorfinden, die amniotischeVeilöthung für eine sekundäre Bildung erklärt. NachMüller sind sowohl bei Hemicephalie als auch beiSpaltbildungen der Leibeshöhle die Stellen, wo das Epi-dermoidarblatt an das Ependym der Medullarrinne bezw.das Darmdrüsenblatt stösst, sehr häufig oberflächlichgeschunden, so dass hier Verlöthungen mit dem Amnionzu Stande kommen müssen. Sind aber wirklich vor derZeit, wo das Amnion diese Partieen berührt, Epithelent-blösungen noch nicht da, so können sie sehr leicht sichbilden, da das Epithel an diesen Partien sehr zart istund schon durch eine kurze Berührung ein Decubitusentstehn kann. Sonach kann die Spaltbildung vielleichtdas Primäre, die amniotische Verlöthung das Secundäresein.

Eine von den bisher beschriebenen Theorien wesent-lich verschiedene hat in neuerer Zeit Lebedeff auf-gestellt. Dieser Forscher teilt die von ihm untersuchtenEmbryonen in 2 Gruppen. Die erste umfasst die Em-bryonen des 4. und 5. Entwicklungsstadium's nach derH i s' sehen Einteilung, in welchem sich die vordereKeimfalte umbiegt, so dass ein freier Vorderkopf ent-steht, wo das Medullarrohr sich zu schliessen beginnt,und die Urwirbelgliederung auftritt. Die in diesem Sta-dium auftretenden Anomalien werden hervorgerufen durchdie Widerstände, welche eine Umbildung der Medullar-platte zum Medullarrohr verhindern. Die Embryonender 2. Gruppe gehören den älteren Stadien der Entwick-lung an, wo Gehirn- und Rückenmark bereits vollständiggeschlossen sind, die Kopfkrümmung beginnt und die

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